Die Narrenzunft Lurewiebli feiert ihr 22-jähriges Bestehen. Deshalb ist Schuttertal am Samstag, 17. Januar, und am Sonntag, 18. Januar, fest in Narrenhand.
Den Auftakt macht am Samstagabend um 18 Uhr ein Narrengottesdienst in der St. Antonius Kirche in Schuttertal. Nach dem feierlichen Einzug aller Zunftmitglieder werden die Masken zunächst abgelegt. Die Besucher erwartet ein lockerer, fröhlicher Gottesdienst, der von den Vereinsmitgliedern mitgestaltet wird. Die Kirche wird ganz im Sinne des „Lurewieblis“ geschmückt sein: in den Farben des Waldes mit Holzscheiben, Efeuranken und viel Grün. Für den musikalischen Rahmen sorg die Band „Meilenstein“ aus Dörlinbach.
Danach geht es direkt zum Zunftabend ins Narrendorf an der Festhalle. „Wir erwarten bereits am Samstagabend rund 2500 Hästräger“, erzählt Pascal Ehret, der Vorsitzende und Mitbegründer der Lurewiebli. In der Festhalle gibt es zahlreiche Darbietungen von Tanzgruppen und Guggenmusiken. Vor der Festhalle wird parallel im Narrendorf und in zwei großen Festzelten gefeiert. Auch dort unterhalten Guggenmusiker aus der ganzen Region. In der Festhalle übernimmt später eine Liveband, draußen heizen DJ’s den Narren ein.
Der Höhepunkt des Jubiläumswochenendes bildet der große Umzug am Sonntag. Hierzu haben sich 68 Gruppen angemeldet. „Darauf sind wir sehr stolz“, sagt Pascal Ehret. Es gebe immer weniger Umzüge dieser Größenordnung. „Das wird einmalig. So etwas hat es bislang in Schuttertal letztmals 2015 zu unserem elfjährigen Bestehen gegeben“, berichtet Ehret. Die Umzugsteilnehmer kommen aus der ganzen Ortenau, aus dem Schwarzwald, vom Kaiserstuhl, aus dem Elztal, aus Freiburg und dem Markgräflerland.
Kulinarische Köstlichkeiten
Die Umzugsstrecke führt entlang der Talstraße und endet im Narrendorf an der Festhalle. Die Durchfahrt ist für den Verkehr in der Zeit von 13 bis 19 Uhr komplett gesperrt. Entlang der Umzugsstrecke bewirten Privatpersonen und Vereine die Besucher. An zehn Stationen gibt es Flammkuchen, Gulaschsuppe, Waffeln, Grillwürste, Kaffee und Kuchen sowie viele weitere Köstlichkeiten.
Nach dem Umzug setzt sich das bunte Treiben im Narrendorf an der Festhalle fort. Dort sorgen die Lurewiebli dafür, dass niemand hungrig oder durstig bleiben muss.
Die Narrenzunft Lurewiebli gibt es nun seit 22 Jahren. Gegründet wurde die Zunft im Jahr 2004 auf Initiative von Pascal Ehret und Stephan Himmelsbach, die beide noch heute im Vorstand sind und mittlerweile auf eine echte Erfolgsgeschichte zurückblicken können. Aus einer fixen Idee bei einem nächtlichen Waldspaziergang ist eine anerkannte Narrenzunft mit mehr als 110 Mitgliedern entstanden.
Auch die Idee zur Maske hat etwas Besonderes. Sie geht zurück auf die Sagengestalt des Lurewieblis, einer alten Frau, die im Schuttertäler Wald gehaust und einen Knecht auf seinem Heimweg vom Wirtshaus in Angst und Schrecken versetzt haben soll. Den Zunftmitgliedern ist es daher wichtig, dass sich Maske und Häs von der Gestalt einer Hexe unterscheiden. Strumpfhose, Holzschuhe und der wetterfeste Mantel sollen vielmehr die Farben des Waldes widerspiegeln.
Verkehrsbehinderungen
Die Narrenzunft macht darauf aufmerksam, dass es am Samstag und Sonntag im Ort zu Verkehrsbehinderungen kommen kann und die L 102 am Sonntag von 13 Uhr bis 19 Uhr komplett gesperrt sein wird. Eine örtliche Umleitung wird es nicht geben.