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Anwohner sollen Verstöße melden Klare Linie gegen Lastwagen-Invasion in Eutingen

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Künftig darf nur noch innerhalb des mit Linien markierten Bereichs geparkt werden. Ansonsten gilt ein Halteverbot. Foto: Feinler

Künftig gilt ein eingeschränktes Halteverbot in der Hummelbergstraße und in der Martin-Faßnacht-Straße. Geparkt werden darf dann nur noch innerhalb entsprechend gekennzeichneter Flächen. Damit will die Gemeinde dem Problem widerrechtlich abgestellter LKW Herr werden.

Eutingen - Der Frust der Gewerbetreibenden und der Anwohner der beiden Eutinger Gewerbegebiete ist groß, denn die widerrechtlich abgestellten LKW mit Anhänger nehmen nicht nur immer mehr zu und machen den Zugang zu so manchem Betriebsgelände unmöglich. Hinzu kommen zahlreiche Umweltvergehen.

Probleme mehr als bekannt

Der Gemeinde Eutingen sind die Probleme mehr als bekannt, weshalb aktuell im Gewerbegebiet Neuer Bahnhof Halteverbotszonen eingerichtet werden.

Aufatmen im Eutinger Gewerbegebiet "Neuer Bahnhof"? "Mal abwarten", sagt ein Gewerbetreibender. Er habe seit Jahren die Probleme beobachtet und diese auch der Gemeinde gemeldet. Nicht nur das Zuparken von Einfahrten, der "Ölwechsel auf offener Straße" und die Umweltverschmutzungen, sondern auch das Vorbeirasen von LKW-Fahrern sorgen für Unmut.

Immer wieder erhielten die Gemeindeverwaltung und die Polizei Fotos. Eine Besserung schien auch nicht nach mehreren Kontrollen des Gemeindevollzugsbeamten einzutreten. "Für manche ist so ein Strafzettel einfach ein Witz, habe ich das Gefühl", erklärt ein Gewerbetreibender. Er sehe immer die gleichen LKW und kenne die sich dahinter befindenden Unternehmen. "Die sparen sich die Miete oder die Kosten für Abstellmöglichkeiten und wir zahlen den Preis", ärgert er sich weiter über die Unverschämtheit.

So mancher habe ihn beim Einfahren auf seine Gewerbefläche schon bedrängt und dementsprechend gestikuliert. Er habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass man mit solchen Fahrern keinen Konflikt haben dürfte.

Kein Aufgeben

Aufgeben komme jedoch nicht in Frage. Daher haben sich die Gewerbetreibenden des "Neuen Bahnhofs" zusammengetan. Ob bei der Gemeindeverwaltung oder jüngst beim Rohrdorfer Ortschaftsrat trugen sie ihre Forderung nach einem strikteres Vorgehen gegen Falschparker, Umweltsünder und Raser vor.

Die Gemeindeverwaltung versichert, aktiv gegen diese Verstöße vorzugehen: "Wie schon mehrfach mitgeteilt, kontrolliert unser Gemeindevollzugsdienst regelmäßig Parkverstöße, auch in den Gewerbegebieten. Diese werden dann auch entsprechend geahndet. Die Häufigkeit der Kontrollen ist jedoch von den Personalkapazitäten, sowohl beim Gemeindevollzugsdienst als auch bei der Verwaltung, abhängig. Darüber hinaus können Bürgerinnen und Bürger direkt bei der Gemeindeverwaltung Parkverstöße zur Ahndung anzeigen."

Nun hätten Beobachter die Möglichkeit, noch gezielter Verstöße zu melden, denn aktuell werden die weißen Linien aufgezeichnet und die Halteverbotszonen eingeführt. Die Schilder sollen in den nächsten Tagen folgen. Diese sind auch nötig, denn aktuell wird auch außerhalb der markierten Flächen geparkt.

Markierte Parkplätze

In Zukunft darf in der Hummelbergstraße und in der Martin-Faßnacht-Straße nur noch innerhalb der gekennzeichneten Flächen geparkt werden, ansonsten gilt ein eingeschränktes Halteverbot.

Die Gemeindeverwaltung Eutingen erklärt, dass wie schon zuvor, der Gemeindevollzugsdienst regelmäßig kontrollieren werde. "Hoffentlich bringt diese Maßnahme etwas. Nicht, dass sich die Falschparker auf andere Flächen verlagern", weist ein Eutinger auf Parkprobleme wie beim Alten Bahnhof oder auf das Gewerbegebiet "Dorfwiesen" hin.

Die Gewerbetreibenden des "Neuen Bahnhofs" hatten zudem Unterschriften für "Tempo 30" gesammelt. Der Antrag liege nach Angaben der Gemeinde seit Ende September vor und wurde an die Verkehrsbehörde der Stadt Horb weitergeleitet. "Am 5. Oktober fand eine Besprechung der Parksituation auf Anregung der Gemeinde mit der Bußgeldstelle der Stadt Horb und der Polizei Horb vor Ort statt. Bei dieser Besprechung hat die Gemeinde unter anderem eine verdeckte Geschwindigkeitsmessung bei der Bußgeldstelle beantragt. Hierdurch sollen verlässliche Daten zum tatsächlichen Verkehrsfluss und die Geschwindigkeiten ermittelt werden", so die Gemeindeverwaltung.

Diese schickte die Stellungnahme an die Verkehrsbehörde der Stadt Horb, wobei die Gemeinde das Einrichten einer Tempo-30-Zone befürwortet habe. Die Stadt erklärte, dass die Einrichtung einer 30er-Zone besprochen worden sei. "Ein Ergebnis zu diesem Antrag liegt noch nicht vor", so die Gemeinde am Mittwoch. Es gilt also abzuwarten, was sich demnächst am "Neuen Bahnhof" tut.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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