Betrugsmaschen sind derzeit Gang und Gebe. Jetzt wundern sich Schwenninger über angebliche Telekom-Mitarbeiter, die derzeit von Tür zu Tür ziehen. Anwohner fragen sich jetzt, ob das alles so seine Richtigkeit hat oder ob doch mehr dahintersteckt.
Manchmal klingelt es an der Haustür. Oft ist es der Paketbote oder ein erwarteter Gast – doch manchmal steht dort auch ein unerwünschter Störenfried.
Derzeit etwa wundern sich viele Schwenninger über angebliche Telekom-Mitarbeiter, die plötzlich und unangemeldet vor der Tür auftauchen. Im sozialen Netzwerk Facebook sind sich die Anwohner uneinig. Ob das so alles seine Richtigkeit hat? Oder geht es etwa nicht mit rechten Dingen zu?
„Wenn in einem Mehrfamilienhaus eine Störung vorliegt, dann muss ja nicht bei jedem geklingelt werden. Sehr suspekt“, meint etwa ein Kommentar und auch anderen kommt das ganze merkwürdig vor: „Meiner Meinung nach sind das keine Mitarbeiter der Telekom. Bei uns haben sie mal gefragt ob wir bei der Telekom sind und er könnte uns einen neuen Vertrag machen. Als wir das schriftlich haben wollten, hat er das abgelehnt und ist verschwunden.“
Mitarbeiter in schwarzen Jacken regen Skepsis an
Besonders ins Auge stachen den Bewohnern hier mutmaßliche Telekom-Mitarbeitern in schwarzen Jacken. Diese sind vielen ein Dorn im Auge: „Ich habe letztens zwei solcher Personen im Goldenbühl an der Bushaltestelle gesehen. Standen dort morgens mit Bierdosen und anderen alkoholischen Getränken. Kamen mir beide sehr suspekt vor mit ihren schwarzen Jacken“, gibt ein Beobachter Auskunft. „Bei mir hat auch einer geklingelt, als ich nach Papieren und Auftragsbestätigung gefragt habe, war er weg.“
Doch gibt es auch beschwichtigende Worte: „Das sind junge Leute, die auf Provision arbeiten. Wenn man sie freundlich wegschickt, dann gehen sie auch“, ist etwa eine Meinung, „bei den Leuten mit den schwarzen Jacken handelt es sich um Außendienstmitarbeiter einer von der Telekom beauftragten Firma. Diese beraten lediglich zu schnellem Internet und Glasfaser“, eine andere.
Nach diesem Kommentar zufolge sei es natürlich klar, dass die Außendienstarbeiter Verträge abschließen wollen. „Sie sind dabei ausgestattet mit Telekom-Kleidung und Ausweisen. Dabei gehen sie ’blind’ von Tür zu Tür, weil sie von der Telekom keine Auskunft kriegen.“
Telekom-Pressesprecherin bestätigt Vermarktung
Doch was stimmt jetzt? „In der Vermarktung setzen wir auch auf Direktvertrieb“, gibt Telekom-Pressesprecherin Katja Kunicke Auskunft. In Schwenningen seien aktuell etwa Mitarbeiter des Vertriebspartners Ranger Marketing vor Ort. Der Haustürvertrieb sei dabei ein legaler und von vielen Branchen genutzter Vertriebskanal. Dabei seien aber „ganz klare Spielregeln“ vereinbart – Anwohner könnten jederzeit überprüfen, ob der Mitarbeiter auch wirklich im Auftrag der Telekom unterwegs sei.
So tragen diese Lichtbildausweise mit QR-Code bei sich. Über diesen könne unmittelbar überprüft werden, ob der Mitarbeiter auch wirklich im Dienst der Telekom unterwegs ist. Auch ein Verhaltenskodex sei vertraglich vereinbart, „da der Direktvertrieb oft in der Kritik steht.“
Die Polizei gibt Tipps
Bei der Polizei liegt derweil keine Statistik über mutmaßlich falsche Haustürgeschäfte vor, da es per se keine Straftat ist, wie Polizeisprecher Jörg Kluge mitteilt. „Das gibt es aber immer wieder, dass Telekommitarbeiter in ihrer Werbung aggressiv vorgehen“, wirft er ein. Hier gebe es seitens der Polizei Tipps um möglichen Betrug zu vermeiden: Besucher sollten vor dem Öffnen der Tür etwa durch den Türspion angeschaut werden, Fremde Leute sollten nicht in die Wohnung gelassen werden und es sollte stets der Dienstausweis verlangt werden.
Tipps der Polizei
Im Internet:
Auf der Plattform der Polizei www.polizei-betrug.de gibt es weitere nützliche Tipps, um nicht Opfer von Haustürbetrügereien zu werden.