Mit einem Antrag auf Offenlegung aller in Zusammenhang mit der Unterbringung und Versorgung von zugewiesenen Migranten entstehenden Kosten eckte der Gemeinderat Rüdiger Krachenfels in Niedereschach an. Dazu hat unser Leser Hartmut Lübben aus Niedereschach folgende Meinung.
Beim Lesen der Äußerungen und Anträge der sogenannten Freien Wähler im Niedereschacher Gemeinderat hinsichtlich der Erfassung der Ausgaben für Migranten, die die Allgemeinheit – in der Sprache von Krachenfels im sicherlich nicht zufälligen Rückgriff auf den Begriff „Volksgemeinschaft“ aus der nationalsozialischen Ideologie – zu tragen hätte.
Dabei fallen mir Rechenaufgaben aus alten Schulbüchern ein, die kurz nach der Machtergreifung der Nazis herausgekommen sind. In denen wird von den Schülern gefordert, die Kosten der Unterbringung, Behandlung und Pflege von Menschen mit psychischen Krankheiten oder Behinderungen – damals: „erbkranker Nachwuchs“ – auszurechnen.
Dies war, wie wir Nachgeborenen wissen, die mentale Vorbereitung der Akzeptanz der Euthanasie, denen 200 000 Menschen willentlich und systematisch durch Ermordung zum Opfer fielen!
War den Wählern, die erst vor Kurzem ihr Kreuz der Liste der Freien Wähler gegeben haben, bewusst, wessen Geistes Kindern sie da ihre Stimme gegeben haben?
Hartmut Lübben, NiedereschachSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.