Ein eingespieltes Team im Sinne der Villinger Innenstadt (von links): Wolfgang Koch, Peter Grassmann, Anita Auer, Michelle Ziegler, Cinja Schwer (WIR), Tanja Broghammer und Rainer Böck. Foto: Birgit Heinig

Am Wochenende 18. und 19. April wird in der Villinger Innenstadt wieder jede Menge los sein: zwei Tage lang Antikmarkt und der verkaufsoffene Sonntag mit Keltentag im Franziskaner.

Mehrere Partner, die seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, stellen ihr reichhaltiges Programm vor.

 

Unter dem Dach des veranstaltenden GVO (Gewebeverband Oberzentrum) und mit Unterstützung der städtischen WIR GmbH schlagen bereits am Samstag, 18. April, ab 11 Uhr rund 50 Händler im Straßenkreuz ihre Verkaufsstände für Antiquitäten, Kuriositäten und außergewöhnliche Einzelstücke auf.

Antikmarkt

Was Wolfgang Koch von der Agentur Meyer & Koch in Endingen vor drei Jahren erstmals in Villingen umsetzte, entwickelt sich zu einem Aussteller- und Besuchermagneten. Die Anbieter kommen nicht nur aus der Region, sondern auch aus Kassel, Saarbrücken und Garmisch-Partenkirchen.

Die Besucher, so eruierte die Agentur, wohnen in einem Umkreis von 150 Kilometern und werden vom Konzept des Marktes im historischen Ambiente angelockt. Auf die Händler und deren Angebot werde im Vorfeld ein strenger Blick geworfen, verspricht Wolfgang Koch. Nur Dinge, die bis 1975 entstanden sind oder Designerprodukte aus den „wilden 1970ern“ werden zugelassen.

Koch weiß, dass hier auch schon so manche Fasnetscheme den Besitzer wechselte und das antike Möbelstücke gerade im Sinne der Nachhaltigkeit gefragt sind. „Sogar eine Kutsche wurde schon angeboten“. Nicht nur gewerbliche Profis, auch private Sammler sind noch eingeladen, sich über www.altstadt-antikmarkt.de um einen Standplatz zu bewerben.

Offene Geschäfte

Am Sonntag, 19. April, zweiter Tag des Antikmarktes (an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr), öffnen um 13 Uhr die Ladengeschäfte in der Villinger Innenstadt. Auch außerhalb der Stadtmauern beteiligen sich einige Firmen am verkaufsoffenen Sonntag.

Rainer Böck, GVO-Sprecher für den Villinger Handel, freut sich auf einen „reichhaltigen Tag“, der durch eine intakte Händlerschaft, engagierte Partner sowie „letztendlich durch das immer große Interesse der Bevölkerung“ zustandekommen kann. „Wir sind stolz darauf, dass wir noch eine funktionierende Innenstadt haben“, bestätigt Verbandskollegin Tanja Broghammer und lädt die Bürger aus der gesamten Region zum Besuch und damit zur Mithilfe „gegen eine Verödung“ ein.

Keltentag

Als i-Tüpfelchen des Programms erweist sich am Sonntag einmal mehr der Keltentag, der im Franziskanermuseum zum zehnten Mal und bei freiem Eintritt – „dem GVO sei Dank“, sagt Museumsleiterin Anita Auer – einen authentischen Einblick in das Leben unserer Vorfahren gewährt.

Von 13 bis 17 Uhr wird die Keltengruppe „Carnyx“ auf bewährte Weise und anhand archäologischer Funde zeigen, wie Menschen vor mehr als 2600 Jahren ihren Alltag gestalteten, für Nahrung, Kleidung, Schmuck und Waffen sorgten. Bei schönem Wetter im Innenhof des Museums kann man außerdem live miterleben wie früher geschmiedet, Glas hergestellt und Metall gegossen wurde.

Kinder dürfen sich selbst Armreifen oder einen keltischen Vogelanhänger herstellen. Für das leibliche Wohl sorgt das Museumscafé.

„Wir feiern das Jubiläum unseres Keltentages auch mit Kurz- und Familienführungen durch unsere Abteilung Keltisches Fürstengrab Magdalenenberg“, ergänzen die beiden Organisatoren Peter Grassmann und Michelle Ziegler.

Aktionswochenende in Villingen

Öffnungszeiten
Der Antikmarkt im Innenstadt-Straßenkreuz findet statt am 18. und 19. April, jeweils von 11 bis 18 Uhr. Am verkaufsoffenen Sonntag, 19. April, sind die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet, der Keltentag wird im Franziskanermuseum von 13 bis 17 Uhr angeboten.