Zum Thema Impfen zusammengeschaltet: Nicolas Schweizer, Matthias Aust, Hagen Zimer und Erek Speckert. Foto: Fritsche

Die Chefs von vier großen Schramberger Unternehmen haben sich am Freitag in einer Videokonferenz zum Thema Impfen zusammengeschaltet und dazu die Vertreter der lokalen Medien eingeladen.

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Schramberg-Sulgen - Erek Speckert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kern-Liebers-Firmengruppe, hatte das virtuelle Treffen angeregt. Neben ihm nahmen Geschäftsführer Hagen Zimer von Trumpf Laser und Geschäftsführer Matthias Aust von der Herzog GmbH teil, zudem Nicolas Schweizer, Vorsitzender des Vorstands der Schweizer Electronic AG, der das virtuelle Treffen organisierte.

"Wir stehen für den schnellstmöglichen Beginn betrieblicher Impfungen, da die Infrastruktur mit den Betriebsärzten hierfür zur Verfügung steht", betonte Schweizer und fasste die Ergebnisse der Videokonferenz aus seiner Sicht zusammen: "Wir als Unternehmen sind vorbereitet und warten nun auf die erfolgreiche Durchführung der Pilotprojekte in Baden-Württemberg sowie die dann erfolgende schnellstmögliche Freigabe für alle Betriebe und die Zuteilung von Impfstoffen. Dies soll sowohl in diesem Jahr für die Erstimmunisierung als auch in den Folgejahren analog den betrieblich angebotenen Grippeschutzimpfungen durchgeführt werden." Die Unternehmen, so Schweizer, "stellen mithin eine weitere wichtige Säule der bundesweiten Impfkampagne dar, die genutzt werden muss." Die vier Schramberger Unternehmen seien in intensivem Austausch auch für eine Zusammenarbeit bei der Impfdurchführung.

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Kern-Liebers beschäftige sich schon seit geraumer Zeit mit dem Thema Impfen der Mitarbeiter. Betriebsarzt und Team seien seit Wochen jederzeit startklar, erläuterte Speckert und bekräftigte: "Wir wollen unbedingt unseren Beschäftigten ein Impfangebot anbieten". Zwei Konzepte lägen in der Schublade, abhängig von der zur Verfügung gestellten Impfstoffmenge: "Entweder innerhalb unserer Räume bei geringer Impfstoffvergabe oder aber mit einem Impfzelt auf dem Mitarbeiterparkplatz für den Fall, dass wir größere Mengen zur Verfügung gestellt bekommen." Im Vordergrund stehe hierbei: "Schnell und viele impfen mit maximaler Sicherheit für die Mitarbeiter." Auch sei geplant, das Impfangebot allen Tochterunternehmen von Kern-Liebers in der Region anzubieten.

Hoffen auf Einsicht und Vernunft der Beschäftigten

Für die operative Umsetzung brachte Herzog-Geschäftsführer Aust den Gedanken eines "Gemeinschaftsimpfzentrums" in die Diskussion ein. Gleichzeitig solle man beim Impfen zweigleisig, also auch weiter die "private Schiene", fahren, weil man ja nicht wisse, wie viel Impfstoff die Firmen bekämen.

Geschäftsführer Zimer berichtete, dass Trumpf Laser ein Impfkonzept aufgestellt habe, dass man bei zwei bis drei Terminen all Beschäftigten impfen könne. Wenn es genug Impfstoff gebe, können man sogar darüber nachdenken, Familienangehörige mit einzubeziehen. Was die Beteiligung angehe, setze er wie beim Testen auch beim Impfen auf die Einsicht und Vernunft der Beschäftigten. "Das einzige, was jetzt noch fehlt: Wann gibt des den Impfstoff?", betonte Zimer.

Auf die Anfrage unserer Zeitung am Freitag beim Bundesgesundheitsministerium zur Verfügbarkeit antwortete Parissa Hajebi vom Referat Presse: "Um in der Phase, in der genügend Impfstoff für alle zur Verfügung steht, möglichst niedrigschwellig ein Impfangebot zu machen, soll auch in den Betrieben geimpft werden. Die Vorbereitungen dafür laufen. Nach aktuellem Stand können diese Impfungen im Juni beginnen."

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