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Ansturm auf Winterwunderland Dobel wegen Überfüllung geschlossen

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Winterfreunde suchten am Wochenende den Dobel auf – ganz zum Leidwesen der Einwohner und der Ordnungshüter. Foto: Zoller

Nichts ging mehr am Sonntag auf dem Dobel. Weil bereits am Vortag massenhaft Touristen in die Winterlandschaft drängten und für ein irres Verkehrschaos sorgten, riegelten Polizei und Feuerwehr am Sonntagvormittag die Zufahrten vorzeitig ab. Mehr dazu erfahren Sie in unserem (SB+)Artikel.

Dobel - Am zweiten Weihnachtsfeiertag staute sich der Verkehr bereits um die Mittagszeit in Richtung Dobel: Auf der Landesstraße 340, vom Enztal her kommend, ging es ab drei Kilometern vor Dobel nur noch langsam vorwärts. Nicht nur die Parkplätze, auch die allermeisten Abzweige zu Waldwegen sowie die Ränder der Zufahrtsstraßen waren durch parkende Fahrzeuge belegt. Dort blieb auch das ein oder andere Fahrzeug hängen und musste aus dem Schnee zurück auf die Fahrbahn geschoben werden. Der ADAC war im Einsatz.

Polizei sanktioniert

Im Ort selber suchten Autofahrer nach den raren Parkplätzen – auch in den Wohngebieten. Polizei und Ordnungsamt sanktionierten alleine am zweiten Weihnachtsfeiertag mehr als 180 Falschparker. Derweil herrschte am Schlittenhang unterhalb des Alten Wasserturms Hochbetrieb. Dasselbe galt für die Wiesen und Wege bei der Aussichtsplattform am Ortseingang, von Neuenbürg kommend. Laut Polizei strömten Hunderte Menschen für das Freizeitvergnügen in die Gemeinde.

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Auch in Neuenbürg-Dennach gab es am Nachmittag fast kein Durchkommen: Nicht nur der Wanderparkplatz, auch entlang der Hauptstraße war alles zugeparkt. Die Wiesen zwischen Eyachweg und dem Pavillon "Enzkreisspitze" wurden zum Schlittenhang. Ein ähnliches Bild zeigte sich offenbar an mehreren Örtlichkeiten im Nordschwarzwald. Laut Polizei seien auch andernorts die verschneiten Hänge und Wälder hoch frequentiert gewesen, polizeiliche Großeinsätze wie in Dobel seien jedoch nicht erforderlich gewesen.

Weil aufgrund der Vielzahl von Besuchern vor allem rund um den Dobel nach Angaben der Polizei die Abstandsregeln kaum noch eingehalten werden konnten, waren Beamte vor Ort, um die Schnee-Enthusiasten entsprechend zu sensibilisieren. Eine Sprecherin der Polizei erklärte, es seien keine Bußgelder aufgrund Verstoßes gegen die Corona-Verordnung verhängt worden. Die Besucher hätten auf die Ansprache der Ordnungshüter überwiegend einsichtig reagiert.

Findiger Geschäftsmann

Ein ähnliches Szenario deutete sich auch am Sonntagvormittag an. Weil der Besucherzustrom nach Dobel bereits am Morgen immens war, riegelten Polizei und Feuerwehr die Zufahrtsstraßen nach Dobel ab, bevor es erneut zu Verkehrschaos und Überfüllung kommen konnte. Zeitweise konnte nur noch nach Dobel reisen, wer dort auch wohnte. Neben dem Gemeindevollzugsdienst war das Polizeirevier Calw mit vier Streifenwagenbesatzungen vor Ort.

Das Polizeipräsidium Pforzheim appellierte an alle, die geltenden Kontaktbeschränkungen einzuhalten und den überfüllten Ausflugszielen fern zu bleiben. Diejenigen, die bereits vor Sperrung der Zufahrtsstraßen nach Dobel gekommen waren, durften dem winterlichen Vergnügen jedoch weiterhin nachgehen.

Ein findiger Dobler machte sich das Parkproblem am Wochenende derweil zunutze: "Wer sein Auto sicher und schadenfrei parken will, ist auf meinem privaten Parkplatz willkommen", erklärte Christian von Hof mit einem strahlenden Lächeln. Ganz spontan hatte er sich am Sonntag an die Obere Bergstrasse mit einem Blatt Papier gestellt, das ein weißes "P" auf blauem Grund präsentierte, um für freie Parkplätze auf seinem Grundstück zu werben.

"Meine Tochter hat mir geholfen den Parkplatz vom Schnee freizuschaufeln, also soll auch die Parkgebühr in ihr Sparschwein wandern", sagte der Dobler, der kopfschüttelnd auf die sich langsam fortbewegende Blechlawine deutete, die sich durch die schneebedeckte "Sonneninsel" Dobel schlängelte.

Wesentlich entspannter als auf dem Dobel war die Situation im Gaistal an der Talwiese. Das Herrenalber Skigebiet, das fast auf gleicher Höhenlage wie der Dobel liegt, war ein Geheimtipp für Fremde. Zwar durfte auch hier kein Lift in Betrieb genommen werden, aber dafür war die steile Abfahrt ideal für Schlittenfreunde, die sich an der weißen Pracht erfreuen konnten. Statt Massenandrang gab es Winterfreuden pur mit ausreichend Platz zum Abstand halten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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