Regen Andrang gab es am Eröffnungstag im neuen Norma-Markt in Ostelsheim. Foto: Jeanette Tröger/Picasa

Die Eröffnung des Marktes und der angegliederten Bäckereifiliale Sehne war der Magnet schlechthin am Montag in der Gäugemeinde.

Schlangen vor Markt und Bäckerei schon vor 7 Uhr, der Parkplatz über den Tag meist voll belegt und vor den drei Kassen stauen sich zeitweise die Kunden bis zu den Frischetheken – die Eröffnung geriet zu einem kleinen Volksfest, so groß war der Andrang und das Interesse der Ostelsheimer Bevölkerung wie auch vieler Kunden aus umliegenden Gemeinden.

 

Die Neugier ist berechtigt, ist doch der stattliche, rund 1100 Quadratmeter große Supermarkt mit seinem umfangreichen Sortiment von Lebensmitteln ebenso wie wechselnden Nonfood-Angeboten jetzt der alles andere als selbstverständliche Blick- und Anziehungspunkt am Ortseingang der Gäugemeinde mit ihren rund 2650 Einwohnern.

Wichtiger Anlaufpunkt

„Mit der Eröffnung ist eine umfassende Lebensmittelversorgung in unsere Gemeinde zurückgekehrt“, sagte Bürgermeister Ryyan Alshebl. Er betonte, dass „der neue Markt mit der Bäckereifiliale auch einen Treffpunkt für Interaktion bietet“, zwar nicht direkt im Zentrum, „aber doch zentral in der Gemeinschaft.“

Zum offiziellen Empfang begrüßte der Leiter der Norma-Niederlassung in Eutingen, Frank Baderschneider, neben Alshebl auch Altbürgermeister Jürgen Fuchs mit Ehefrau Michaela. Fuchs fasste sich kurz: „Mein Dank gilt Norma, dass sie sich überzeugen ließen und bereit waren, hier eine Millionensumme zu investieren.“ Und weiter dankte er dem ebenfalls anwesenden Unternehmerehepaar Gerd und Brigitte Sehne und dem Expansionsleiter der Sehne Backwaren KG, Andreas Lutz, „dass Sie mitgezogen haben.“

Niederlassungsleiter Frank Baderschneider führt die Empfangsgäste durch den Markt. Foto: Jeanette Tröger/Picasa

Bei einem Rundgang durch den Markt erläuterte Baderschneider den versammelten Empfangsgästen das Konzept des Marktes sowie die Besonderheiten und Vielfalt des Sortiments. Immer wieder hörten auch einzelne Kunden zu und interessierten sich für die Informationen Baderschneiders.

Bevor auf die Eröffnung des weithin sichtbaren Norma-Supermarkts angestoßen wurde, ging der Niederlassungsleiter auf die Zeitschiene bis zur Realisierung ein. 2021 hatten Fuchs und Normas Expansionsleiter Till Krieger erstmals Kontakt. Ein Bebauungsplan war aufzustellen, die Planung des Objekts im Gemeinderat zu beraten und zu beschließen. Im August 2023 wurde die Baugenehmigung erteilt.

Spatenstich war im Februar 2024, am 12. Juli 2024 das Richtfest und heute feiern wir Eröffnung“, sagte er sichtlich stolz, auch wenn die Tage vor der Eröffnung den Mitarbeitern beim Einrichten und Einräumen des Marktes und der Baufirma im Anlegen des Außenbereichs allerhand abverlangt haben.

Wärmepumpen und Photovoltaik

Die Infrastruktur des Markts ist auf dem neuesten Stand der Technik durch Wärmepumpen mit Wärmerückgewinnung, mit denen auch klimatisiert werden kann, Photovoltaik auf dem begrünten Dach, Kühlung der Tiefkühltruhen und Kühlschränke mit nicht klimaschädigenden Gasen sowie LED-Beleuchtung im gesamten Gebäude. Die 70 Parkplätze werden noch mit zwei Ladesäulen à zwei Ladepunkten mit Schnelllade-Möglichkeit ergänzt und die „tollen, robusten Fahrradständer“ wurden von einer Kundin gleich zur Eröffnung gelobt.

Zehn Arbeitsplätze geschaffen

„Wir haben heute eine neue Wirklichkeit, die die vergangenen Wochen noch nicht da war“, habe Kämmerer Fabian Dieringer zu ihm gesagt, berichtete Bürgermeister Alshebl. Soll deutlich machen, dass bei der Realisierung des Marktes vor allem im Endspurt in kurzer Zeit sehr viel passiert ist und geleistet wurde. Der Schultes freut sich, dass im Markt zehn Arbeitsplätze geschaffen wurden, die auch der Gemeinde zugutekommen.

Appell des Bürgermeisters

Zur Eröffnung wurden ob des Kundenansturms weitere helfende Hände aus umliegenden Filialen gebraucht, die Filialleiterin Maria Meier und ihr Team beim Nachfüllen der Aktionsangebote unterstützten, Fragen beantworteten und den Weg durch die Gänge zu gewünschten Produkten wiesen. Der Schultes appellierte abschließend an seine Bürgerschaft: „Zehn Jahre ohne Lebensmittelversorgung sind heute zu Ende. Bitte lassen Sie uns diese fantastische Sache annehmen und kaufen sie in Ostelsheim ein!“