Nachdem die Sanierung des Bauhofs zwischen Schenkenzell und dem Ortsteil Vortal schon mehrere Haushaltsjahre geschoben wurde, soll sie nun in 2026 umgesetzt werden. Foto: Herzog

Das Bauhofgebäude Schenkenzell wird in diesem Jahr saniert. Dabei kann die Gemeinde eine Zwei-Drittel-Förderung aus dem Ausgleichstock erwarten.

Eines der Vorhaben der Gemeinde in diesem Jahr ist die Sanierung des Bauhofs zwischen Schenkenzell und dem Ortsteil Vortal. Hierfür wurden im aktuellen Haushaltsplan 150 000 Euro eingestellt. Wie Bürgermeister Bernd Heinzelmann in der Sitzung des Gemeinderats berichtete, sei das Bauhofareal mit Gebäuden Anfang der 70er Jahre von der örtlichen Firma Kautzmann (STW) gekauft worden.

 

Seither seien die Gebäude in ihren Grundzügen kaum verändert worden. Das Dach des Hauptgebäudes sei immer noch mit asbesthaltigen Eternitplatten eingedeckt, ein Nebengebäude (Schuppen) ebenso. Die Heizungsanlage sei 1977 ertüchtigt worden, schilderte der Bürgermeister.

Zwischen 2012 und 2016 habe das Bauhofteam mit viel Eigenleistung die Personalräume, Umkleiden, Büro und Aufenthaltsraum im Hauptgebäude energetisch saniert, die elektrischen Anlagen erneuert und die Garagen erweitert. Nun sei vorgesehen, die elektrischen Anlagen im übrigen Bereich des Gebäudes und das Dach zu sanieren.

Wenn Letzteres in Angriff genommen werde, sei es ratsam, eine Photovoltaik-Anlage darauf zu installieren und bei den Wechselrichtern eine Vorrichtung für den Anschluss eines Notstromaggregats herzustellen. Die PV-Anlage wäre jedoch nicht förderfähig, räumte Heinzelmann ein.

Andere Heizungsart

Die Heizungsanlage soll von Öl auf Pellets umgestellt werden. Damit werde die Heizungsart vielen anderen Gemeindegebäuden angepasst.

Nach Aussage des Regierungspräsidiums (RP) Freiburg könne die Baumaßnahme auf Antrag aus dem Ausgleichsstock zu zwei Drittel gefördert werden. Zusätzlich bestünde noch die Möglichkeit, einen Antrag auf Heizungsförderung zu stellen. Die Kostenschätzung liege aktuell einschließlich der Sanierung des Nebengebäudes mit Asbestentsorgung (12 000 Euro) bei circa 180 000 Euro. Die Notstrom-Vorrichtung würde 11 000 Euro und die PV-Anlage 38 000 Euro kosten. Da letztere beide Maßnahmen eng miteinander zusammenhingen, könne zur Finanzierung über eine Bürger-PV-Anlage nachgedacht werden.

Diskussion über Umfang

Angesichts der 150 000 Euro im Haushalt eingestellten Mittel stelle sich die Frage, ob das Nebengebäude mitsaniert werden soll. „Andererseits ist dieses Vorhaben einige Jahre im Haushalt geschoben worden. Wenn es jetzt umgesetzt wird, wäre das ein gutes Signal für das Bauhofteam, dass wir in ihr Arbeitsumfeld investieren“, warb der Bürgermeister um Zustimmung.

Ratsmitglied Stefan Maier und Werner Kaufmann (beide CDU) empfahlen, das Schuppengebäude mit zu sanieren, um das Thema Asbest abzuschließen. Auch die Notstromvorrichtung wäre sinnvoll.

Einstimmig beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, einen Ausgleichstock-Förderantrag über zwei Drittel (120 000 Euro) der voraussichtlichen Kosten von 180 000 Euro beim RP Freiburg zu stellen und Gespräche über eine Bürgersolaranlage aufzunehmen.