Eigentlich gab es im Rahmen der Hauptversammlung der Hornberger Narrenzunft viel Gutes zu berichten. Doch dem Verein laufen manch steigende Kosten davon.
Die kommende Fasnet wird kurz und knackig. Das kündigte Zunftmeister Antonio D’Ambrosio in der Hauptversammlung im Gasthaus Krokodil an. Die Wahlen verliefen zügig.
Den Posten der Maskenträger-Obhut übernimmt mit Jessica und Sascha Staiger künftig ein Duo. Vize-Zunftmeisterin Carmen Blum, Säckelmeisterin Lisa Neuberger und Beisitzer Fabian Schweizer wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen des 75-jährigen Jubiläums, wie beim Rückblick von D’Ambrosio deutlich wurde. Für ihn war es gleichzeitig die Feuerprobe im ersten Jahr als Zunftmeister der Hornberger Narren.
75-jähriges Bestehen stand im Jahr 2025 im Mittelpunkt der Fasentsaison
„Im letzten Jahr wurde nahezu der gesamte Vorstand ausgetauscht und für die Unterstützung vielen Dank“, so D’Ambrosio. Das von den Vorgängern übernommene Fundament sei kräftig gewesen. Beim Umzug waren rund 1500 Hästräger in Hornberg unterwegs. Das Novum der Silvesterparty sei gut angekommen, wie der Zunftmeister erklärte.
Angenommen worden sei auch der Rollstuhl-Parkplatz beim Umzug, der im Rahmen der Initiative „Fasnet für alle“, die Menschen mit Beeinträchtigungen eingerichtet worden sei. „Das ist eine Superaktion und wir können uns überlegen, inwieweit wir das ausbauen“, so der Zunftmeister. Der frische Wind tue der Zunft gut, lobte Ehrenzunftmeister Uwe Faller in seinem Grußwort: „Das Amt kam in gute Hände.“ Finanziell steht die Zunft gut da, auch wenn das letzte Jahr mit einem Minus abschloss, wie Säckelmeisterin Lisa Neuberger in ihrem Bericht feststellte. Einige Verrechnungen seien auch noch nicht umgesetzt worden.
Bürgermeister lobt Engagement
Offen diskutiert werden müssen laut D’Ambrosio die stetig steigenden Buskosten. „Steigen die Beiträge als solche oder zahlen nur die, die den Bus nutzen oder fahren wir insgesamt weniger weg“, zählte der Zunftmeister verschiedene Lösungsmöglichkeiten auf.
Bürgermeister Marc Winzer, der die Regularien übernahm, dankte in seinem Grußwort für das Engagement. „Mir ist es wichtig, dass das Brauchtum rund um Hornberg den Kindern nahe gebracht wird“, lobte Winzer vor allem den närrischen Einsatz an Schule und den beiden Kitas. Auf den Rathaussturm sei er sehr gespannt gewesen, doch das große Versprechen, Arbeit abzunehmen, sei nicht eingelöst worden.
„Helden und Schurken“ ist bislang der Arbeitstitel des Umzugs in Hornberg
„Den Schlüssel gebe ich dieses Jahr nicht her, ich weiß auch gar nicht, wo ich den hab“, kündigte Bürgermeister Marc Winzer in einem launigen Wortwechsel mit dem Zunftmeister einen spannenden Sturm auf das Hornberger Rathaus für die bevorstehende Fasnetsaison an.
Der genaue Leitspruch für den Umzug am Sonntag steht noch nicht fest, meinte Vize-Zunftmeisterin Carmen Blum auf Nachfrage. Der vorläufige Arbeitstitel lautet „Helden und Schurken“.
Fest stehen jedoch bereits mehrere Termine wie das traditionelle Häsabstauben am 6. Januar und die Teilnahme am VSAN-Narrentreffen in Ehingen an der Donau. „Wir nehmen auch am Narrentreffen in Hofstetten teil“, erklärte D’Ambrosio in seinem Ausblick auf die kommende Fasnet. Der genaue Narrenfahrplan ist bei Interesse einzusehen unter narrenzunft-hornberg.de
Ehrungen der Narrenzunft Hornberg
Urkunde 50 Jahre:Ingeborg und Hans-Peter Hirschbühl; Gold 35 Jahre: Thorsten Mader; Silber 30 Jahre: Dagmar Martin, Notburga Rosenfelder, Michael Blum und Thomas Herr; Bronze 25 Jahre: Daniela Schweizer, Diana Zühlke und Liane Walter; 15 Jahre: Hans Staiger; Fünf Jahre: Jasmin Apfel, Stefan Apfel, Antonio D’Ambrosio, Amadeus Kremnitzer-Faller, Christian Lumpp, Bennet Schanné sowie Cora Schreiner