Nach den Hochbehältern Bruderbach und Grubersgrund (Bild) wird nun auch die dortige Ultrafiltrationsanlage an das digitale Leitsystem angeschlossen. Foto: Herzog

Die Digitalisierung der Gemeinde-Wasserversorgung schreitet weiter voran. Die Anbindung der Ultrafiltration der Hauptversorgungsstation Grubersgrund steht an.

Nachdem der Wasserhochbehälter „Bruderbrach“ im Jahre 2024 saniert und mit einem digitalen Leitsystem ausgestattet wurde, folgte als nächster Schritt der Hochbehälter „Grubersgrund“.

 

In der Sitzung des Gemeinderats berichtete Bürgermeister Bernd Heinzelmann, dass nun in einem dritten Bauabschnitt vorgesehen sei, auch die Ultrafiltrationsanlage in Grubersgrund an das bestehende Leitsystem anzuschließen. Damit werde das Ziel verfolgt, die technische Überwachung, Steuerung und Betriebssicherheit der Wasserversorgung weiter zu optimieren.

Für dieses Vorhaben seien im aktuellen Haushaltsplan 7000 Euro veranschlagt. Allerdings basierten die Haushaltsansätze auf einem Leistungsumfang, der nicht ausreichen werde, räumte der Bürgermeister ein.

Automatischer Betrieb

Zum Zeitpunkt der Finanzplanung seien die erforderlichen SPS-Softwareanpassungen nicht bekannt gewesen, wodurch es zu Mehrkosten komme. Auch habe keine Kenntnis vorgelegen, ob die bestehende Software der Ultrafiltration technisch an das bestehende Leitsystem angebunden und weiterverwendet werden könne. Inzwischen habe die Bauverwaltung die erforderliche SPS-Software beschafft und die Prüfung mit der Firma Voltec sei positiv ausgefallen, so Heinzelmann erleichtert. In der Wasserversorgung sorge die SPS-Software dafür, dass die Anlage sicher, zuverlässig und automatisch betrieben werden könne.

Zentrale Überwachung

Mit dem digitalen Leitsystem würden diese Steuerungsinformationen zentral angezeigt und überwacht. Damit erweitere sich der Leistungsumfang. Die Firma Voltec aus Wolfach sei beim Umbau des Hochbehälters Bruderbach günstigste Bieterin gewesen. „Die weiteren Automatisierungsschritte sieht die Verwaltung als Folgeaufträge. Das Unternehmen Voltec ist für Zuverlässigkeit bekannt. Es wäre nicht zielführend, jetzt eine andere Firma zu beauftragen“ empfahl der Rathauschef. Das Angebot von Voltec betrage 8826 Euro, beinhalte aber nicht die Installation und Inbetriebnahme. Diese Leistungen würden üblicherweise nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet. Damit diese Kosten für den Gemeinderat vorstellbar seien, habe Voltec eine Kostenschätzung erstellt, die bei circa 4750 Euro liege. Damit würden sich voraussichtliche Gesamtkosten von rund 13 580 Euro ergeben. Die Mehrkosten müssten überplanmäßig bereitgestellt werden. „Ich schlage vor, dass wir das trotzdem umsetzen. Danach wäre der Hochbehälter in Kaltbrunn an der Reihe“, warb Heinzelmann um Zustimmung, die vom Ratsgremium einstimmig erfolgte.