Schwimmen im eiskalten Wasser, ganz allein in einem Weiher bei Kirchen-Hausen: Thomas Moch von der DLRG-Ortsgruppe Baar. Foto: DLRG

Beim 29. traditionellen Anschwimmen des DLRG geht Ortsgruppenleiter Thomas Moch mit gutem Beispiel voran und lässt sich beim Schwimmen im 7 Grad kalten Wasser fotografieren. Doch lediglich drei weitere Mitglieder folgen seinem virtuellen "Anschwimmen in Isolation" – im letzten Jahr wurden noch 13 Beiträge eingesandt.

Donaueschingen/Kirchen-Hausen - Zum zweiten Mal findet das Anschwimmen im Kirnbergsee nur in Isolation statt. Im Vergleich zum Vorjahr ist jedoch eine Corona-Müdigkeit zu erkennen.

Verdutzte Spaziergänger beobachten das Ereignis

Da staunten zwei Spaziergänger im Pfaffental bei Kirchen-Hausen am Samstagnachmittag nicht schlecht: nur mit Badehose bekleidet stieg ein Mann mittleren Alters in das kalte Wasser des dortigen Weihers. Ein Junge fotografierte ihn dabei. Verwundert blieben sie stehen, doch nach nicht einmal drei Minuten war dann alles vorbei. Der Mann stieg aus dem Wasser und klärte die Situation auf. Es handelte sich um Thomas Moch, Leiter der DLRG-Ortsgruppe Baar, der dort seinen Beitrag für das "Anschwimmen in Isolation 2021" ablieferte. Sohn Elias sorgte für die Beweisbilder.

So aufgeklärt, verharrten die beiden Spaziergänger noch einige Zeit am Weiher, zogen aus Solidarität Schuhe und Strümpfe aus und ließen die Füße im Wasser baumeln. Das war schon kalt, genauer gesagt sieben Grad, die hatte Thomas Moch ermittelt, bei 14 Grad Außentemperatur und einem richtig unangenehmen Wind.

Normalerweise tummeln sich seit 1993 jedes Jahr am Karsamstag die ersten Badegäste im mehr oder weniger kalten Kirnbergsee, wenn die DLRG-Ortsgruppe Baar mit dem traditionellen Anschwimmen die Badesaison eröffnet.

Deutlich weniger Teilnehmer als 2020

Es gab auch schon Jahre, in denen das Eis aufgeklopft werden musste. Es hieß mindestens eine halbe Minute, höchstens drei Minuten im Wasser zu verbringen, dann gab es den begehrten Eintrag im Frühschwimmerpass. Doch Corona macht das unmöglich. Um die Tradition aufrecht zu erhalten, wurde 2020 das "Anschwimmen in Isolation" erfunden. Ins Wasser gehen, egal wo, alleine, maximal drei Minuten, zur Sicherheit begleitet von einer Person, die auch das Beweisfoto schießt, das dann auf der Homepage unter www.baar.dlrg.de veröffentlicht wird.

Insgesamt 13 Personen der Ortsgruppen Baar und Blumberg hatten an der Aktion teilgenommen. Ein Jahr ist ins Land gezogen, man hatte auch beim DLRG auf Lockerungen gehofft. Doch nun musste das 29. Anschwimmen erneut im "Homeoffice-Modus" stattfinden. Thomas Moch ging mit gutem Beispiel voran, allerdings waren es dieses Mal lediglich drei weitere Teilnehmer.

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