Vielseitig war das Angebot beim Kunsthandwerkermarkt in Trossingen. Foto: Ingrid Kohler

Bei freiem Eintritt boten 46 Aussteller in Trossingen an zwei Tagen eine bunte Vielfalt an Kunstgewerbe, vieles davon passend zur Jahreszeit Herbst, Advent und Weihnachten.

Der Kunsthandwerkermarkt in Trossingen, dessen Ausrichter der Narrenverein Trossingen ist, hat am Wochenende ein kleines Jubiläum gefeiert. Zum 25. Mal öffneten sich die Türen des Konzerthauses.

 

Die Besucher, die bereits einige Zeit vor der offiziellen Öffnung am Samstag gekommen waren, erwartete ein Eldorado an hochwertigem Kunstgewerbe. Eine Besucherin brachte es auf den Punkt. „Dieser Kunsthandwerkermarkt in dem besonderen Ambiente des Konzerthauses in Trossingen ist so schön, vielfältig und hochwertig wie nie zuvor.“ Das hörte das Organisationsteam des Narrenvereins Trossingen, allen voran Sonja Hohner-Storz, nur zu gerne. Nicht nur die Besucher waren voll des Lobes, auch die Aussteller zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ablauf.

Dass sich die Aussteller des Kunsthandwerkermarktes „wie eine Familie“ fühlen, mag auch damit zu tun haben, dass sie Jahr für Jahr am Sonntagmorgen, bevor sich die Türen wieder öffnen, vom Narren-Verein zu einem Sektumtrunk und Butterbrezeln eingeladen werden. „Wir finden das gut, es fördert den Austausch und das Miteinander aller Beteiligten“, weiß Sonja Hohner-Storz.

Kein Kunsthandwerkermarkt ohne Stammaussteller: Unter den Ausstellern waren viele „alten Hasen“, wie beispielsweise die Trossingerin Claudia Schrempp, die wieder ihren Stammplatz direkt gegenüber dem Eingang hatte. „Diesen Markt habe ich mir noch nie rausgehen lassen.“ Claudia Schrempp bastelt das ganze Jahr über und hat jedes Jahr eine neues Hauptthema. Diesel Mal waren es „Häuser im winterlichen Ambiente“, die, alle beleuchtet, wieder einmal ein Hingucker waren.

Wieder ein Hingucker

Auch wenn es noch dauern wird, bis der Winter mit viel Schnee bei uns Einzug hält, die Laterne mit der Schneekanone wurde zu ihrem meistbestaunten Objekt. Regen Zulauf hatten Silvia Heinz und Monika Pfründer von der Trossinger Nähwerkstatt Fadenlauf, die ihre vielfältigen Näh-, Häkel- und Strickarbeiten im Angebot hatten. Farbige Glasstäbe verwandelt Brigitte Ebe aus Talheim mit dem Zwei-Gasbrenner in einzigartigen Schmuck aus Glas. Blickfänge bei ihrer „Glasperlenwerkstatt“ waren die bunten Schuhschlangen, die in Schuhbändel eingefädelt werden.

Beate Seng mit Strohkränzen im Bollenhut-Design. Foto: Ingrid Kohler

Dem aktuellen „Schwarzwaldtrend“ gefolgt ist Beate Seng aus Brigachtal, eine ebenfalls sehr treue Ausstellerin im Konzerthaus, die ihre Strohkränze im Bollenhut-Design variabel für das ganze Jahr gestaltet hat. „Mit viel Fantasie und Liebe.“

Neue Aussteller mit neuen Ideen

„Willkommen in der Elfenwelt“ hieß es am Stand von Nadja Hausmann aus Schwenningen, die mit ihren handgefertigten Filzelfen das erste Mal in Trossingen vertreten war und insbesondere die Augen vieler junger Mädchen zum Funkeln brachte. Vogelgezwitscher und der Duft des Waldes empfing die Besucher am Stand von Julia Anton und ihrem Sohn Johann, die es mit eigenem Label „Anuta“ erstmals gewagt hatten, kleine Kunstwerke mit Naturmaterialien aus Trossinger Wäldern zu präsentieren.

„Anuta ist die Mischung aus unserem Namen Anton und der Natur“, klärt Julia Anton auf. Die Idee habe ihr siebenjähriger Sohn Johann, der mittlere ihrer drei Söhne gehabt. Seit Januar sei im großen Stil gebastelt worden, allerdings „die letzten fünf Wochen hatte ich Nachtschicht“. Die ganze Familie Anton sei naturverbunden und ständig unterwegs, sei es mit dem Hund oder mit den Kindern beim Waldkindergarten. „Wir packen alles Mögliche in der Natur ein und basteln daraus etwas – jetzt schauen wir mal, ob wir andere Leute damit auch glücklich machen können.“ Neben Anhängern aus Baumperlen, Farn und Efeu, gab es Waldharfen, um Schmuck oder Schlüsselanhänger aufzuhängen. Als „Waldkindergarten special“ hatten die Antons Ketten und Ohrringe aus Baumperlen und weiterem Naturmaterial im Angebot. Unterstützung am Stand hatten die beiden von Oma Angela Reinert.

Verwöhnprogramm

Bei der 25. Auflage des Kunsthandwerkermarktes blieben keine Wünsche offen – Schmuck in vielen Variationen, Genähtes und Gestricktes, Geklöppeltes und Gefilztes, weihnachtliche Vorboten von Papier- und Fröbelsternen in vielen Farben, über Kerzen und Winterkränze bis zu Krippen, Bildern, Holzarbeiten, Kulinarisches und vieles mehr boten die Aussteller, die wieder aus ganz Baden-Württemberg angereist waren, an ihren Ständen. Hinzu kam wie immer das „kulinarische Verwöhnprogramm“ mit Kuchenbüffet und Deftigem, dessen Erlös der Jugendarbeit des NVT zugutekommt.