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Der Anpfiff des Spiels der deutschen Elf am Freitagmittag bereitet vielen Fans Probleme.

Stuttgart - 13.30 Uhr - der Anpfiff des WM-Spiels Deutschland gegen Serbien am Freitagmittag bereitet vielen Fußballfans Probleme. Trotzdem gehen die Veranstalter der Fanfeste in Baden-Württemberg davon aus, dass viele Arbeitnehmer dann freihaben oder vom Chef einen frühen Start ins Wochenende genehmigt bekommen.

Mannheimer Eisstadion - Fandorf Heilbronn

Vor den Leinwänden im Mannheimer Eisstadion etwa erwartet der Veranstalter Volker Dressler wieder Tausende, wie eine Umfrage der dpa ergab. Mehrere Firmen wie Bosch, Bilfinger Berger oder EnBW stellen zudem Bildschirme oder Leinwände am Arbeitsplatz auf, damit niemand ein Tor verpassen muss. „Wenn das Wetter stimmt, gehen wir von bis zu 16.000 Besuchern aus“, sagte Bernhard Winkler vom Fandorf in Heilbronn. „Bei vergangenen Turnieren kamen die Menschen auch trotz Regens und haben die Spiele verfolgt.“

Viele Veranstaltungen seien mit Hilfe von Sponsoren oder Eintrittsgeldern finanziert. „Damit sind aber nicht alle Kosten gedeckt“, sagte Winkler. „Mit dem Verkauf von Essen und Getränken müssen wir auch einen Teil der Kosten erwirtschaften.“

„Unsere Mitarbeiter freuen sich, gemeinsam mit den Kollegen das Deutschlandspiel hier in der Zentrale zu sehen“, sagte Monika Mölder, Sprecherin von Roche Diagnostics in Mannheim. Im Forschungs- und Entwicklungszentrum von Bosch in Abstatt bei Heilbronn arbeiten Mitarbeiter aus 30 Nationen. „Wir zeigen eine Vielzahl von Spielen. Voraussetzung ist aber, dass der Geschäftsbetrieb ohne Unterbrechung weiterläuft“, betonte Unternehmenssprecherin Stefanie Mattes.

Schichttausch oder Urlaub - Live-Ticker bei Daimler

Wie die eineinhalb Stunden Fußball mit der Arbeitszeit verrechnet werden, ist bei den Unternehmen unterschiedlich geregelt. Beim Energiekonzern EnBW erlaube das „Vertrauensarbeitszeitmodell“ den Mitarbeitern, sich das Spiel anzuschauen, ohne dafür extra freizunehmen, sagte eine Sprecherin. Bei Bosch, ZF Friedrichshafen und Daimler ist das anders. Wollen die Mitarbeiter das deutsche Team anfeuern, müssen sie sich nach Absprache mit Vorgesetzten und Kollegen ausstechen, Urlaub nehmen oder Schichten tauschen. Damit die Daimler-Mitarbeiter zwischen 13.30 und 15.15 Uhr kein Tor in Südafrika verpassen, hat das Unternehmen auf der Intranetseite einen Live-Ticker geschaltet.

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