Es soll der „längste Feierabend des Jahres“ werden: Beim Zalando-Firmenlauf gehen am 5. Juli wieder Hunderte Beschäftigte aus der Region im Seepark an den Start. Dabei soll der Spaß im Mittelpunkt stehen, betonen die Veranstalter. Neu ist ein überarbeitetes Sicherheitskonzept mit mehr Sanitätern.
Rund um den LGS-See wird am Freitag, 5. Juli, wieder geschwitzt, gekämpft, angefeuert und gejubelt: Die Vorfreude auf den Zalando-Firmenlauf ist den Veranstaltern bei der Pressekonferenz anzumerken. „Wir wollen den Teilnehmerrekord knacken“, betont Ralf Niedermeier, Geschäftsführer der Firma N-Plus-Sport. Bei der ersten Auflage 2019 waren mit 1800 Läufern bislang die meisten am Start, beim sechsten Event sollen es mehr werden.
Für Niedermeier ist klar: „Es wird der längste Feierabend des Jahres.“ Denn beim Firmenlauf soll es nicht nur darum gehen, gemeinsam mit Kollegen die fünf Kilometer lange Strecke zu bewältigen. Durch das Rahmenprogramm soll zudem eine „Sommerfeststimmung“ aufkommen.
„Es wird eine Mischung aus Sport, Party und Kollegen“, betont der Geschäftsführer. Mit seiner Saarbrücker Firma N-Plus-Sport organisiert er verschiedene Firmenläufe im Südwesten Deutschlands. Nach Lahr kommt Niedermeier immer wieder gerne. „Es ist eine der schönsten Locations im Tourkalender“, verrät er.
In der sechsten Auflage kehren die Organisatoren mit der Bühne wieder auf die ursprüngliche Veranstaltungsfläche beim Haus am See zurück. 2023 war dies aufgrund der Sanierungsarbeiten nicht möglich. Für Live-Musik wird die Band „Stroke Unit“ sorgen, dazu wird es ein Catering geben.
Terminkonflikt mit Europameisterschaft
Niedermeier hofft, dass viele Menschen in einem sportlich geprägten Sommer mit Fußball-EM und Olympia sich zum Laufen motivieren lassen. „Sport trägt dazu bei, ein gesundes Leben zu führen“, betont er.
Gerade mit der EM könnte es jedoch Konflikte geben. Je nach Konstellation bestreitet die Deutsche Elf ein mögliches Viertelfinale an jenem Freitag. Anpfiff wäre um 18 Uhr – zeitgleich mit dem Start des Laufs. „Wenn das der Fall ist, müssen wir uns über ein Public Viewing Gedanken machen“, kündigt Niedermeier an.
Konsequenzen nach Todesfall im vergangenen Jahr
Im vergangenen Jahr wurde der Firmenlauf von einem tragischen Ereignis überschattet. Ein Mitarbeiter der Firma Zehnder brach auf der Laufstrecke zusammen und starb noch am Abend im Krankenhaus. Der Veranstalter hat daraus Konsequenzen gezogen. „Wir haben den Vorfall zum Anlass genommen, unsere Prozesse neu durchzudenken und durchzuplanen“, erklärt Niedermeier.
Man werde einen anderen Sanitätsdienst engagieren, „die Anzahl der Sanitäter wird deutlich wachsen“. Zudem werde die Ordner explizit auf Gefahrensituationen und den Ablauf hinweisen. „Die Wasserversorgung vor dem Start werden wir ausweiten und Wasser auch während der Veranstaltung deutlich günstiger anbieten“, so Niedermeier. Zudem habe das gesamte Team einen Erste-Hilfe-Kurs belegt.
Stadt will Titel verteidigen
„Wir verspüren jedes Jahr aufs Neue eine große Vorfreude“, blickt Guido Schöneboom, Erster Bürgermeister der Stadt Lahr, auf das Event voraus. „Sport verbindet Menschen“, betont er. Der Firmenlauf habe sich zu einem „wunderschönen Selbstläufer“ entwickelt, eine „niederschwellige Veranstaltung, bei der Mitmachen und Spaß im Vordergrund stehen“. Ob verkleidet, Händchen haltend oder in Gruppen, jeder könne laufen, wie er mag, „das macht den Lauf so einzigartig“.
Ziel der Stadtverwaltung sei es auch in diesem Jahr, die größte Gruppe an Teilnehmern zu stellen. Ob das gelingt? Niedermeier kündigte an, dass „viele große Teams“ schon zugesagt hätten. „Es gibt noch ein paar Firmen, die Ambitionen aufs Podium haben“. Eine davon ist der Titelsponsor Zalando, im vergangenen Jahr Dritter. „Es ist immer wieder ein Highlight intern. Wir freuen uns sehr“, erklärte Kristin Gebhard von Zalando Lahr und kündigte „kräftige Konkurrenz“ für die Stadt Lahr an.
Die Anmeldung
Noch bis Montag, 17. Juni, können sich Interessierte unter www.firmenlauf-lahr.de anmelden. Die Startgebühr wurde auf 21 Euro erhöht und beinhaltet eine Startnummer, eine Medaille und Verpflegung. Ein Euro davon wird für einen guten Zweck gespendet. Der Veranstalter N-Plus-Sport unterstützt das Kinderhilfswerk Plan international sowie die Jugendarbeit von Vereinen aus der Region, erläutert Geschäftsführer Ralf Niedermeier.