Eine Freiflächen-Photovoltaikanlage, die am Fischbacher Ortsrand geplant ist, sorgt in Niederschach für Diskussionen. Foto: © Thinapob – stock.adobe.com

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung über die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage am südöstlichen Ortsrand im Ortsteil Fischbach beraten. Dabei gab es reichlich Ärger.

In Fischbach plant der Investor Energy Heroes GmbH auf einer Gesamtfläche von rund 9,39 Hektar die Erzeugung regenerativer Energie.

 

„Die Gemeinde Niedereschach steht der Maßnahme positiv gegenüber und unterstützt den Investor mit der Einleitung der zugehörigen Bauleitplanung“, heißt es dazu in der Sitzungsvorlage der Verwaltung. Ein Satz, der Rüdiger Krachenfels mächtig störte.

Zudem verwies die Verwaltung darauf, dass der Ortschaftsrat Fischbach in seiner Januar-Sitzung einen zustimmenden Empfehlungsbeschluss gefasst habe. Die PV-Anlage sei mit einer Leistung von rund 9,2 Megawatt geplant und diene der Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie, welcher in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden soll.

Einspeisepunkt abgestimmt

Der Einspeisepunkt sei bereits mit dem Netzbetreiber, der Naturenergie Netze GmbH, abgestimmt, jedoch final noch nicht festgelegt. Der Investor plane, die Gemeinde an den Umsätzen zu beteiligen. Aktuell werden die Flächen als landwirtschaftliches Grünland genutzt. Es handelt sich um zwei Flurstücke, die sich nördlich der angrenzenden Kreisstraße befinden.

Mehr als eine Stunde diskutiert

Über eine Stunde wurde im Gemeinderat über das Sondergebiet „Solarpark Föhrlesbühl“ leidenschaftlich diskutiert. Vor allem Rüdiger Krachenfels und Michael Asal, die gegen den Beschlussvorschlag der Verwaltung stimmten, wandten sich mit einer Vielzahl von Argumenten gegen das geplante Projekt, obwohl Asal betonte, dass er prinzipiell nichts gegen Photovoltaikanlagen habe.

Reinhold Hummel und Peter Engesser setzten sich hingegen vehement für das Projekt ein. Während Engesser darauf drängte, dass der Gemeinderat dem Beschluss des Fischbacher Ortschaftsrates folgen solle, widersprach Hummel den von Asal und Krachenfels vorgetragenen Argumenten gegen das Projekt.

Weitere Anträge befürchtet

Asal und Krachenfels befürchten, dass weitere Anträge folgen und irgendwann viele landwirtschaftliche Flächen mit Solar- und Photovoltaikanlagen überzogen sind. „Ich sehe diese düsteren Bilder nicht. Ich sehe das Konstruktive an dieser Planung“, so die klare Ansage von Hummel.

Bürgerbefragung beantragt

Und als Krachenfels den Antrag stellte, eine Bürgerbefragung durchzuführen, war es wiederum Hummel, der widersprach. „Wir brauchen keine Bürgerbefragung. Wir sind die gewählten Vertreter und können selbst entscheiden.“

Markus Dietrich, der sich bei der Abstimmung enthielt, machte deutlich, dass es aus seiner Sicht an der Zeit wäre, eine Grundsatzentscheidung zu treffen, ob derartige Anträge überhaupt im öffentlichen Interesse liegen.

Einiges zu prüfen

Was den Antrag von Rüdiger Krachenfels mit Blick auf die Bürgerbefragung betrifft, gelte es den Worten von Hauptamtsleiter Jürgen Lauer zufolge im Vorfeld noch einiges zu prüfen, zu bewerten und vorzubereiten.