Der mehr als drei Meter hohe Holzvogel zieht seit Wochen neben dem Stiefelrundweg bei Sulz die Blicke auf sich. Ortsvorsteherin Nicole Baur spricht von einem Schmuckstück.
Die Anlage rund um die neu erstellte „Ihl vum Biehl“ –die „Eule vom Bühl“ – vor der Liegebank des Fördervereins Sulzer Heimatgut wurde am vergangenen Samstag in einem feierlichen Rahmen eingeweiht. Obwohl keine idealen Wetterverhältnisse zum Verweilen einluden, ließ es sich die Bevölkerung nicht entgehen, der Veranstaltung beizuwohnen. Das erfreute auch den Initiator des Richtfestes, Simon Becherer, der sich im Rahmen seiner Blockhausmannschaft bei allen bedankte, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben.
Bisher gab es von allen Seiten nur Worte des Lobes, so Becherer. Auch Ortsvorsteherin Nicole Baur betonte, dass man gemeinsam viel erreichen könne und dankte in erster Linie Kurt Schwendemann, der die übergroße Eule mit viel Freude und Begeisterung geschaffen habe (wir berichteten). Schwendemann dürfte vielen noch als früherer Inhaber des Deko-Geschäfts Schwen-Deko bekannt sein.
Eine sehr große Ausdauer und ein übergroßer Wille aller Beteiligten führten dazu, dass nun der größte Lahrer Stadtteil ein neues Schmuckstück hoch oben am Rande des Uhlsberges präsentieren kann, so Baur. Und da diese Eule am Sulzer Stiefelrundweg steht, werde sie ihre Anziehungskraft sicher nicht verfehlen, so die Rathauschefin. Gefertigt worden ist die Eule aus dem 1,40 Meter dicken Baumstamm einer Roteiche, die einst im Seelbacher Schwimmbad stand, dort aber wegen Fäulnis gefällt werden musste.
Eulen-Bauer Kurt Schwendemann sorgt mit Richtspruch für Lacher
Danach folgte ein weiterer Höhepunkt des Nachmittages, als Alleinunterhalter Karl Bühler das Schwarzwaldlied in „Liebe gute Sulzer Marie“ umdichtete. Da verstand es sich von selbst, dass der Beifall fast kein Ende nehmen wollte.
Dichter Nebel umhüllte die übergroße „Ihl vum Biehl“ als der Macher Kurt Schwendemann die Bühne betrat und mit seinem originellen Richtspruch die anwesenden Gäste mehrmals zum Lachen brachte. Da war die Rede vom „Isch a kehriger Moggel, uff feschtem Sockel, erfeit die Litt, un nitt zu knapp“.
Letztlich wurde dieses Monstrum mit viel Manneskraft und Technik genau an diesen einen Punkt gebracht, wo es seine richtige Berechtigung hat. Sie wacht jetzt jeden Tag 24 Stunden über Sulz und ist auch von fast allen Winkeln sichtbar, wie Schwendemann stolz hervorhob.
Nachdem alle offiziellen Festlichkeiten beendet waren, war allerdings noch lange nicht Schluss. Denn das Blockhausteam hatte weiterhin alle Hände voll zu tun, gab es doch neben allerlei Getränken auch ofenfrischen Flammenkuchen aller Variationen. Auch als ganz langsam die Nacht einbrach und es sichtlich kälter wurde, war noch lange nicht Schluss, konnte man sich doch an einem der zahlreichen Feuerstellen wärmen.
Die Veranstalter, allen voran das Blockhaus-Team, zogen ein zufriedenstellendes Fazit, es sei ein rundum gelungenes Richtfest gewesen.