Die Stadt prüft, was es kostet, das Toilettenhäuschen zu reaktivieren. Foto: Daniela Schneider

Die Stadtverwaltung prüft derzeit, was es kostet, die Anlage auf dem Alten Friedhof zu reaktivieren. Warum das jetzt doch der Fall ist? Eine Sprecherin erklärt es.

Wird das stille Örtchen auf dem Alten Friedhof jetzt doch wieder in Betrieb genommen? Ausgeschlossen scheint das jedenfalls nicht.

 

SPD-Stadtrat Nicola Schurr fragte im Gemeinderat nach, wie es denn hier mit den Planungen stehe, das alte Toilettenhäuschen aus den 1930er-Jahren wieder nutzbar zu machen und für Friedhofsbesucher zu öffnen.

Die Anlage, die der Stadt gehört, wurde vor langer Zeit vor allem wegen Vandalismus geschlossen und wird seither stattdessen als Technikraum genutzt.

Schlechter Zustand

„Das Gebäude aus den 30er-Jahren befindet sich baulich in einem schlechten Zustand”, fasst Stadtsprecherin Madlen Falke zusammen.

Um eine Toilette gemäß den heutigen Anforderungen herzustellen, müsse „eine umfangreiche Komplettsanierung der Technik, insbesondere der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung erfolgen.“

Auch eine behindertengerechte und barrierefreie Nutzung wäre bis dato nicht möglich, so die Sprecherin. Allerdings betont sie auch: „Die Verwaltung sieht den Bedarf einer öffentlichen Toilette auf dem Alten Friedhof und prüft aktuell, wie hoch die Kosten für eine Instandsetzung ausfallen würden.“

Einer, der das gerne hören dürfte, ist Gottfried Schmidt. Der CDA-Kreisvorsitzende aus Schwenningen setzt sich schon seit Jahren dafür ein, dass die alte Anlage wieder geöffnet wird, und zwar vor allem dann, wenn auf dem Gelände Bestattungen stattfinden.

2021 im Juni war’s zum Beispiel, da hatte er schon einmal in Sachen Toilettenhäuschen deswegen nachgefragt.

Damals, im Sommer vor drei Jahren, hatte die Stadtverwaltung die Idee, das Häuschen zu reaktivieren, schon einmal geprüft - und eine klare Absage erteilt. Zu teuer, hieß es da, sei das, die Anlage sei völlig veraltet und eine Sanierung nicht wirtschaftlich, da sei man schnell im sechsstelligen Bereich.

Jetzt wird’s offenbar etwas konkreter, indem geprüft wird, was denn genau an Kosten fällig werden dürfte.

Das letzte Wort hat in der Sache dann der Gemeinderat: „Inwiefern die Stadt Mittel investieren soll, muss von Seiten der Politik entschieden werden”, sagt Stadtsprecherin Madlen Falke.