Die Staatsanwaltschaft Rottweil ermittelte gemeinsam mit der Kriminalpolizeidirektion Calw gegen den Angeklagten. (Symbolbild) Foto: Racle Fotodesign - stock.adobe.c

Die Staatsanwaltschaft Rottweil hat Anklage gegen einen Mann erhoben, der seit 2010 eine enorme Menge an kinderpornografischem Material gesammelt und verbreitet haben soll. Zudem soll er versucht haben, sich zu sexuellem Missbrauch zu verabreden.

Die Staatsanwaltschaft Rottweil hat nach gemeinsamen Ermittlungen mit der Kriminalpolizeidirektion Calw im April vor der großen Strafkammer des Landgerichts Rottweil Anklage gegen einen 59-jährigen Mann erhoben. Der Deutsche steht im Verdacht, seit mindestens 2010 eine umfangreiche Sammlung von mehr als 100.000 kinderpornografischen und jugendpornografischen Bildern und Videos angelegt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

 

Dem Angeschuldigten wird zudem vorgeworfen, zwischen Juni 2025 und Dezember 2025 über das Internet kinderpornografische Inhalte verbreitet zu haben. Dabei soll er die Dateien über private Chats und Chatgruppen verschickt haben.

In drei Fällen soll der Mann versucht haben, sich über das Internet zu sexuellem Missbrauch von Kindern zu verabreden. Ziel der Treffen sei das Herstellen kinderpornografischer Inhalte und der sexuelle Missbrauch der Kinder gewesen.

In drei weiteren Fällen soll er versucht haben, Kontakt mit Kindern zum Zweck des sexuellen Missbrauchs aufzunehmen und durch sexuelles Reden auf diese einzuwirken, um ein Treffen zu erreichen.

Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizeidirektion Calw ermitteln

Die Ermittlungen führten die Staatsanwaltschaft Rottweil und die Kriminalpolizeidirektion Calw durch. Der Angeschuldigte wurde am 18. Dezember 2025 aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Rottweil festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.