Der neue Chef und gelernte Koch Mehriddin Imomov (Dritter von links) und seine Frau Nasiba Jalolova haben sich mit ihren Betrieb unterstützenden Freunden und Helfern im Eingangsbereich von „Angis Bergcafé“ zum Gruppenbild zusammengestellt. Foto: Schabert

„Angis Bergcafé“ in Nonnenmiß steht unter neuer Führung und bietet sieben Tage in der Woche durchgehend warme Küche. Angela Lehmann hat verpachtet, wirkt aber weiterhin aktiv mit.

„Hier wird Schwarzwald-Feeling pur geboten“, fasste in „Angis Bergcafé“ Bürgermeister Marco Gauger seine freudige Ansprache zusammen. Das Restaurant mit weitem Blick ins Tal hat die Gründerin und bisherige Chefin Angela Lehmann in den ersten März-Tagen an Pächter Mehriddin Imomov übergeben. Er hat das Lokal ab sofort an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Weiterhin gibt es den hausgemachten Kuchen und Torten, aber von 11.30 bis 21 Uhr auch durchgehend warme Küche. Zur Mittagszeit wird ein Tagesgericht angeboten.

 

Schnellbus kommt stündlich

Der Bürgermeister bezeichnete die geplanten Öffnungszeiten und das vorgesehene Angebot als „Bereicherung und Ergänzung der Vielfalt im Enztal“. Sicher seien Wanderer und Radfahrer dankbar für die Einkehrmöglichkeit. Für andere sei das Lokal ein besonderes Haus zum Feiern. Er rechne sogar damit, dass Gäste aus Wildbad oder Enzklösterle den stündlich verkehrenden Schnellbus X78 nutzten, um einzukehren. Dieser hat seine Haltestelle direkt bei der gemeinsamen Einmündung vom Eichenweg – an dem das Restaurant wenige Meter entfernt liegt – und dem schon zu Enzklösterle zählenden Dietersbrunnenweg in die Landesstraße.

Zusätzliche Kräfte

Angela Lehmann hat das Lokal vor knapp fünf Jahren als Café eröffnet. Dass sie je ans Schließen gedacht habe – wie dies falsche Gerüchte in Wildbad und Umgebung teils verbreiteten – dementiert sie heftig. Die bisherige Chefin bleibt sogar Mitarbeiterin in der Küche. Die Arbeit sei ihr allein mit ihren vier Kräften, denen sie für ihre treuen Dienste dankbar sei, einfach zu viel geworden. Ihr Traum sei ein gemütliches kleines, an drei Tagen geöffnetes Kaffeehaus gewesen. Aber dieses habe sich immer mehr zum Restaurant entwickelt. Deshalb habe sie sich für den neuen Weg entschieden.

Die bisherigen Mitarbeiter will auch Mehriddin Imomov bei der Stange halten. Er wird zusätzlich von der Familie und Freunden unterstützt. Außerdem denkt er an zwei zusätzliche Kräfte, wenn alles so läuft, wie er dies geplant hat.

Es gab eine Bedarfsprüfung

Zu den 78 Plätzen im Lokal und den Sitzmöglichkeiten draußen sollen im Freien weitere kommen. „Mein Angebot wird sein, gemütlich einzukehren bei gutem Essen und angemessenen Preisen“, erklärt er und möchte bis zu 200 Gäste versorgen. Seinen Schliff als gelernter Koch habe er bei dem Ausbilder und renommierten Küchenchef Harald Strasser im Hotel Lauterbad erhalten. Danach arbeitete er als stellvertretender Küchenchef in der Reha-Klinik Martha Maria in Freudenstadt und managte schließlich als Chefkoch in den Freudenstädter Arkaden die Küche vom „Speckwirt“.

Sonntagsfrühstück auf Vorbestellung

Vor acht Jahren ist Mehriddin Imomov aus Tadschikistan gekommen und spricht perfekt Deutsch. Mit seiner Frau Nasiba Jalolova und den zwei kleinen Töchtern zieht er im Mai in den Weiler Christophshof. Vor seiner Entscheidung „Angis Bergcafé“ zu übernehmen, hat er eine Bedarfsprüfung durchgeführt. Diese habe für ihn das beschriebene Konzept ergeben. Hinzu komme auf Vorbestellung bis Freitag ein Sonntagsfrühstück. Er habe schon für Veranstaltungen und Konfirmationen bis Mai eine ordentliche Zahl Voranmeldungen.