Die Landwirte können weiter liefern. Die Anwohner der Charlottenhöhe in Rottweil werden an die Biogasanlage in Hausen angebunden. (Archivfoto) Foto: Schmidt

In Hausen startete Oberbürgermeister Christian Ruf mit der Haushaltsvorstellung 2025. Rottweil muss Einsparungen treffen. Investiert wird dennoch, auch in Hausen.

Die Entwicklung ist bekannt. Rottweil steht vor großen Herausforderungen. Dem laufenden Haushalt fehlen die Einnahmen, um die angestiegen Ausgaben, etwa aus der Bildung und der Betreuung, zu decken, erläuterte Oberbürgermeister Christian Ruf den Hausener Räten.

 

Darüber hinaus habe sich die Einwohnerzahl um 600 Bürger verringert. Allein dadurch ergebe sich ein Verlust von 600 000 Euro.

Neben Sparmaßnahmen, etwa bei defizitären Einrichtungen und Vereinen reagiere die Stadt mit Mehreinnahmen bei der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer, sagte Ruf, gleichzeitig bemüht, sich von der neuen Grundsteuerreform abzugrenzen.

Das wird investiert

Hinter der Grundsteuerreform, die Anfang Januar in Kraft getreten war, stehe nicht die Stadt, sondern eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2018. Betroffen wären davon alle Bürger, nicht nur Rottweil. Ein Blick auf die investive Seite warf Tanja Heinze vom Fachbereich. Danach fließt nach Hausen Geld für den Grundstückserwerb und die Erschließung Bronnenkohlrauzen.

Weiter werden 8000 Euro in die Beschallungsanlage der Turn- und Festhalle und weitere 10 000 Euro in ein Innentor vor der Hallenküche investiert. Besonders erfreulich: Das bisher anvisierte Löschfahrzeug vergrößere sich von einem LF 8 /6 auf ein LF 10 und es fließen höhere Zuschüsse.

Fernwärmeausbau

„Das neue Fahrzeug hält uns die nächsten 20 bis 25 Jahre“, reagierte Ortsvorsteher Hans-Peter Alf erfreut. Darüber hinaus plant auch die ENRW in Hausen. Die Wasserhauptleitung werde erneuert und die Charlottenhöhe in Rottweil soll an die Wärmezentrale in Hausen angebunden werden.

Für Alf ein klares Bekenntnis zum Fortbestand der Biogasanlage in Hausen. Die Sorgen von Landwirten und Bürgern, zur Abschaltung der Fernwärme, wären mit dieser geplanten Maßnahme, aus seiner Sicht, vom Tisch, so Alf.