Jugendwart Christoph Meder (links) und Julian Baumann grübeln am Mobil des Landesfischereiverbands, welche Fische sich in den einheimischen Gewässern befinden. Die Präsidiumsmitglieder Klaus Lachner und Jörg Klausmann stehen zur Seite. Foto:  

Das Festival "Fish & Music" wird zu einem großen Hit. Die Angelvereinigung begrüßt hunderte von Besuchern. Die Kooperation mit der Feuerwehrkapelle klappte.

Die Angelvereinigung Donaueschingen/Pfohren feierte den 100. Geburtstag mit dem zweiten „Fish & Music-Fest" und hunderten von Gästen. In Kooperation mit der Feuerwehrkapelle stellte sie ein Kombi-Festival auf die Beine, das musikalische Genüsse und kulinarische Leckerbissen vereinte. Für drei Tage wandelten die Organisatoren das idyllisch zwischen dem Donauufer und zwei wasserführenden Gräben eingebettete Vereinsgelände in einen Festivalplatz.

 

Der Vorsitzende des Jubiläumsvereins, Werner Mattes, und Feuerwehrkapellen-Chef Robert Hasenfratz waren sich aufgrund der Resonanz einig, die Festivalform unter dem Motto Fish & Music auch in Zukunft mindestens im Zwei-Jahres-Rhythmus beizubehalten. Der Auftakt erfolgte mit einem Bieranstich, bei welchem sich auch Oberbürgermeister Erik Pauly von den Möglichkeiten überzeugte, die der Veranstaltungsort zu bieten hat.

Die Disco-Zeug-House-Crew aus Villingen heizt dem Publikum beim Fischerfest an der Donau mit ihrer fetzigen Musik kräftig ein. Foto: Rainer Bombardi

Zum Start gab es Blues Rock von Feinsten mit der professionellen Southern Black Forrest Band „Blue Deal“. Als Taktgeber wirkt dort seit Jahren der Pfohrener Jürgen Schneckenburger mit, der als Songwriter und Drummer den Herzschlag der Band mitbestimmte. Da die zum Festbeginn befürchtete Gewitterfront an der Fischerhütte vorbeigezogen war, freuten sich die Festivalorganisatoren über rund 400 Gäste.

Es gibt Forellen und Calamari

Ein ähnliches Bild boten auch die Folgetage. Kulinarisch erwiesen sich die angebotenen Forellen ebenso als Renner, wie die frittierten Calamari. Currywurst, Pommes und Co. gehen ohnehin bei jedem Fest, so dass die als Küchenpersonal eingeteilten Vereinsmitglieder alle Hände voll zu tun hatten. Am Tag zwei des Festivals eröffnete das Aufener Bontett, das die Besucher wie ein Magnet anzog. Es folgte mit der "Zeug-House Disco-Crew, eine Brassabteilung der Villinger Bürgerwehr- und Stadtmusik.

Die Baaremer Luusbuäbä begeistern mit ihrem ausgezeichneten Auftritt bis weit nach Mitternacht das Publikum. Foto: Rainer Bombardi

Längst waren alle Plätze auf den Bänken und an den Stehtischen belegt, als der Hauptact „Baaremer Luusbuäbä“ aufspielte. Bis weit nach Mitternacht hielten sie die begeisterte Stimmung am Kochen.

Musik ist Trumpf beim großen Fest

Der nächste Tag startete mit einem Auftritt des Musikvereins Riedböhringen, der bei den Zuhörern gut ankam. Am Nachmittag setzten die Blasmusikfreunde dann noch den Schlussakkord unter das Festival. An allen Tagen aktiv waren auch die Jungfischer der Angelvereinigung. Jugendwart Christoph Meder und sein Team nutzen die Gelegenheit, um mit einem lustigen Eierabwerfen mit einer Boule-Kugel ihre Jugendkasse aufzubessern.

Das Publikum feiert während des Festivals ausgelassen mit. Geboten wird ein begeisternder Mix aus Volks- und moderner Musik. Foto: Rainer Bombardi

„Wir setzen die Einnahmen direkt wieder in der Jugendarbeit ein“, sagte Meder. „Unseren Jungfischern ermöglichen wir unter anderem, an Zeltlagern teilzunehmen, deren Kosten durch den Erlös des Festes deutlich verringert werden.“ In diesem Jahr gebe es sogar die Möglichkeit, sich an zwei Zeltlagern zu beteiligen. Eines davon findet auf dem Vereinsgelände statt. Solche Zeltlager fördern nach Ansicht Meders die Gemeinschaft und bieten die Chance, weitere Details über das Angeln zu erfahren.

Auch etwas Theorie gibt es beim Jubiläum

Trockenübungen im Angeln bot beim Jubiläumsfest der Landesfischereiverband an, der mit einem eigenen Mobil am Fish & Music Festival zu Gast war. Mitglied im Gesamtpräsidium und Bezirksvorsitzender Klaus Lachner aus St. Georgen sowie Jugendreferent Jörg Klausmann aus Vöhrenbach waren vor Ort, um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in praktischen Einsätzen sowie mit theoretischen Erläuterungen den Stellenwert des Angelns näherzubringen.

Seit Montag ist nun wieder Ruhe um die Fischerhütte und das idyllische Festgelände an der Donau eingekehrt, in deren unmittelbarer Nachbarschaft vom 12. bis 14. September mit der „Mofa Mania“ die nächste große Pfohrener Veranstaltung stattfindet.

Die Fischgewässer

Die Angelvereinigung
Donaueschingen/Pfohren bewirtschaftet und pflegt eine große Vielfalt unterschiedlicher Gewässer, Fischarten und Angelmethoden. Zu ihren Angelgewässern zählen die Brigach ab Grüningen, der Fischbachweiher, ein Abschnitt Breg, Abschnitte der Donau, der Riedsee und der Hirschenwirtweiher. Einst bewirtschaftete die Vereinigung außerdem auch noch einen Abschnitt der Wutach. Diese wird jedoch inzwischen von dem aus ihr hervorgegangenen Verein für Fischerei und Naturschutz Donaueschingen-Wutach e.V. betreut.