Die Pachtkosten der Fließgewässer steigt für die Fischereivereine Haigerloch, Owingen und Stetten. Ihre Pachtverträge laufen zum Jahresende aus. Foto: Pixabay

Die Haigerlocher Fischereivereine müssen künftig tiefer in die Tasche greifen, wenn sie die Fließgewässer Eyach und Stunzach weiterhin fürs Fischen pachten wollen.

Bekanntlich fischen die Fischer aus den Fischereivereinen Bad Imnau, Gruol, Haigerloch, Owingen, Stetten und Trillfingen nicht nur an ihren vereinseigenen Weihern, sondern auch an Eyach und Stunzach. Jeder Verein hat dort ein paar Kilometer Fließgewässer für die er jährlich Pacht zahlen muss.

 

Pachtverträge laufen aus

In diesem Dezember laufen nun die auf zwölf Jahre angelegten Pachtverträge der Fischereivereine Haigerloch (für Eyach und Stunzach), Owingen (für Dieten- und Rötenbach) und Stetten (für Eyach, Stunzach und Mühlkanal) aus und sie sollen für eine weitere Pacht dieser Fließgewässer tiefer in die Tasche greifen. Und zwar um 15 Prozent, so der Vorschlag der Stadtverwaltung, welche die Pachterhöhung mit der langen Laufzeit der Verträge bis Dezember 2036 begründete.

Fischwasser: Jährliche Mehrbelastung bis 117 Euro

Die vom Gemeinderat schließlich mit 13 Ja- und sieben Nein-Stimmen befürwortete Pachterhöhung spült letztendlich 238 Euro Mehreinnahmen pro Jahr in die Stadtkasse. Auf eine Laufzeit von zwölf Jahren gerechnet sind das insgesamt 2856 Euro. Die Pachteinnahmen steigen in den besagten drei Fällen von bisher 1578 Euro pro Jahr auf 1816 Euro jährlich.

Für die betroffenen Vereine bedeutet dies eine jährliche finanzielle Mehrbelastung von 43 Euro (Stetten), 78 Euro (Owingen) und 117 Euro (Haigerloch).

Fischwasserpacht: CDU will alles beim Alten belassen

Im Gemeinderat stieß der Vorschlag auf geteilte Meinung. Während die Freien Wähler sich für die Pachterhöhung aussprachen, wurde vor allem von Seiten der CDU vorgeschlagen, die Pacht auf dem bisherigen Niveau zu belassen. Der Stettener Gemeinderat Walter Stocker begründete diese Haltung, die übrigens auch vom Stettener Ortschaftsrat geteilt wird. Hier gehe es nicht um Berufsfischer, sondern um ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder, so Stocker. Außerdem sorgen die Fischereivereine alljährlich bei der Bachputzete an den Ufern von Eyach und Stunzach für Sauberkeit sorgt.

Preisgleitklausel in den Verträgen

Doch der Vorstoß der CDU stieß nicht auf fruchtbaren Boden. Immerhin soll in die neuen Verträge eine so genannte Preisgleitklausel aufgenommen werden. Auf dieser Basis haben beide Seiten – Stadt und Fischereivereine – das Recht neu zu verhandeln, wenn sich der Verbraucherindex um mehr als zehn Prozent nach unten oder oben bewegt. Es könnte also wieder billiger werden – oder noch teurer.