Der Verein bietet im März und April Workshops und Ausstellungen an. Künstlerinnen aus dem gesamten Kreis wollen in der Villa Jamm alle Sinne der Besucher ansprechen.
Es sind ausschließlich Künstlerinnen und Referentinnen, die zwischen dem zweiten Wochenende im März und Ende April mit Ausstellungen, Vorträgen und Workshops andere Frauen auf unterschiedliche Arten erreichen wollen. Evgeniya Scherer, Tatjana Kharalgina-Wilson, Debra C. Schröter und Imke Schwendemann gehören zum Vorstand des Vereins, der sich vor rund einem Jahr gegründet hat (siehe Info). Sie legen Wert darauf, dass das neue Angebot alle Interessenten anspricht. Auch Männer sind willkommen. Schröter spricht „von einem reich gedeckten Tisch an Themen“.
Die Villa Jamm bietet sich aufgrund der guten Lage inmitten des Parks an. Zudem steht das stattliche Gebäude im Frühling zur Verfügung. Das mittlerweile jährliche Angebot „Kulturinitiative Villa Jamm“ beginnt erst im Mai. Die Frauen loben ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit und die Unterstützung durch Mitglieder der Kulturinitiative und der Stadtverwaltung.
Die Ausstellung „Ich: Frau – das Unsichtbare sichtbar machen“ versammelt über die gesamte Zeit etwa 50 Arbeiten von 17 Künstlerinnen, die sich mit der Vielschichtigkeit weiblicher Erfahrungen auseinandersetzen. Dazu gehören unterschiedliche Themen: Innehalten und Produktivität, Resignation und Widerstand, Schutz und Geborgenheit ebenso wie Entfaltung und Selbstbestimmung. Mithilfe der Kunstwerke entsteht ein Raum, in dem weibliche Perspektiven nicht erklärt, sondern sichtbar gemacht werden. Die Ausstellung fordert alle Besucher dazu auf, genauer hinzuschauen, Vorurteile zu hinterfragen und Gleichberechtigung nicht als abstrakten Begriff, sondern als gelebte Erfahrung wahrzunehmen. Die Ausstellung soll einen Ort und viel Raum für Begegnung und Austausch bieten. Die Initiatorinnen möchten mit ihrem Forum ein „niederschwelliges Angebot“ für alle Interessierten schaffen.
Außerdem gibt es in den sieben Wochen viele weitere Angebote. Geplant sind Vorträge, Angebote zum Mitmachen, eine Buchvorstellung und Kurse. Eine Übersicht über das Programm gibt’s online auf blackforestpowerwomen.de. Da der Raum in der Villa Jamm begrenzt ist, sollten sich Interessierte per E-Mail anmelden. Eine E-Mail-Adresse gibt es zu jedem der einzelnen Angebote.
Im Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern zeigt sich, wie viel Engagement der Verein ins Projekt gesteckt hat. Dabei haben die vier Gesprächspartnerinnen verschiedene Wünsche und Vorstellungen. Scherer wünscht sich „viele begeisterte und inspirierte Frauen“. Schröter sagt, dass die Angebote am Ende hauptsächlich eine „Bereicherung sein sollen – für alle Frauen, die mitmachen möchten“. Kharalgina-Wilson ist froh, dass der Verein nach einem Jahr „einen guten Zusammenhalt mit unterschiedlichen Frauen gefunden hat“. Die damit verbundene, gemeinsame Kraft diene Zielen, um die es auch in den sieben Wochen im Frühling gehen soll. Schwendemann wünscht sich „viele leuchtende Augen“.
Der Verein
Gegründet hat sich der Lahrer Verein Anfang 2025. Etwa 40 Frauen, überwiegend aus Lahr, sind Mitglieder. Ein Netzwerk, das weiter über die Grenzen der Stadt reicht, umfasst derzeit etwa 240 Frauen.