Das Team der Gemeinwesenarbeit der Stadt Lahr organisiert Projekte und Angebote in Stadtteilen. Foto: Dahms

Das Team der Gemeinwesenarbeit der Stadt Lahr stellte am Donnerstagabend sein Programm in einer gemeinsamen Ortschaftsratsitzung vor.

Um seine Arbeit publik zu machen, stellte das Team der Gemeinwesenarbeit sich am Donnerstagabend in einem gemeinsame Sitzung der Ortschaftsräte Mietersheim, Langenwinkel, Kippenheimweiler und Hugsweier vor.

 

Die Mitarbeiter der Gemeinwesenarbeit leisten Beziehungs- und Bildungsarbeit und unterstützen Entwicklungen in den Stadtteilen. Dabei wollen sie Strukturen aufbauen, um die Chancen der Menschen vor Ort zu erhöhen. Den im Bürgerpark versammelten Ortschaftsräten stellte das Team vor, welche Projekte sie in welchem Stadtteil anbieten.

Jugendliche sollen Ansprechpartner haben

Ein wichtiges Standbein der Gemeinwesenarbeit sei die mobil aufsuchende Jugendarbeit „Streetwork“ unter der Leitung von Thomas Hug und Gamze Boydak. „Wir gehen raus und besuchen die Jugendlichen in ihrer Lebensrealität. Wir fragen nach, wie es zu Hause läuft, mit den Eltern, den Freunden und den Hausaufgaben“, berichtet Hug von seiner Arbeit. „Wir haben so unsere Hotspots, bei denen wir vorbeischauen, zum Beispiel den Rathausplatz – wir freuen uns, wenn wir Rückmeldung bekommen, wo sich bei Ihnen in den Stadtteilen viele Jugendliche aufhalten“, appellierte er an die Ortschaftsräte.

Die „Streetwork“-Gruppe sei auch nach der ersten Kontaktaufnahme auf der Straße für die Jugendlichen weiter Ansprechpartner. Ob Behördengänge, Sprachbarrieren oder einfach Freizeitangebote – Hug betont, wie wichtig es sei, eine Anlaufstelle anzubieten.

Besonders auf Niederschwelligkeit lege die Gemeinwesenarbeit Wert- und das nicht nur im Bereich der Jugendarbeit. „Unsere Angebote sind immer leicht zu erreichen, man muss sich nicht anmelden“, erklärte Sozialarbeiterin Celina Moser.

Bewohner entwickeln das Programm mit

Sie präsentierte den Ortschaftsräten einen Wochenplan mit allen Angeboten der Gemeinwesenarbeit. „Jeder Stadtteil hat eine andere Farbe, damit Sie direkt sehen können welche Projekte Sie betreffen“, erklärte sie. Von der Krabbelgruppe bis zum Seniorentreff gibt es viele verschiedene Angebote – Yoga, Tanzen, Nähen und Chor wechseln sich ab mit Möglichkeiten zur Sozialberatung, einem Erinnerungscafé und Sprechstunden für Geflüchtete.

Moser stellte in ihrer Präsentation anschließend die Räumlichkeiten in den Teilorten vor, zeigte Fotos und erklärte, was dort genau angeboten wird. „Im Jugend- und Kinderraum in Langenwinkel haben wir eine Küche, da machen wir mit den Kindern Spiegeleier oder andere Gerichte, die sie einfach lernen können.“

Im Quartiertreff im Kanadaring biete die Gemeinwesenarbeit ein besonders umfassendes Angebot an, das die Bewohner nach eigenem Bedarf mitentwickelt haben. Einige Projekte werden dort auch von Kooperationspartnern übernommen, wie der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland oder dem Landratsamt.

„Whats-App-Communitys“ für bessere Vernetzung

Moser berichtete außerdem von vergangenen Angeboten und wie diese aufgenommen wurden. Für jeden der Stadtteile stellte sie vor, wie viele Teilnehmer die einzelnen Projekte im Schnitt hatten. „Wenn etwas wirklich überhaupt nicht angenommen wird, stellen wir das Projekt nach einem halben Jahr ein – aber so lange warten wir immer.“

Um die Zusammenarbeit mit den Ortschaftsräten zu fördern, schlägt das Team der Gemeinwesenarbeit „Whats-App- Communitys“ vor – Chatgruppen, in denen jeder, der Interesse hat, informiert wird, aber keiner die Telefonnummer der anderen sehen kann. Ortschaftsrat Marcel Schiff aus Kippenheimweiler merkte dazu an: „Wenn wir schon bisher nichts von den Stadtteil-Gruppen wussten, dann wissen die Bürger das bestimmt auch nicht.“ Moser gab die Anregung daraufhin an den gesamten Raum weiter: „Machen Sie gern mehr Werbung bei Ihnen vor Ort, das können wir gebrauchen. Je mehr Menschen von uns wissen, desto mehr können wir helfen.“

Das Angebot für 2026