Daniela Schmidt ist die neue Leiterin des Waldkindergartens in Hallwangen. Unsere Redaktion hat sich mit ihr über anstehende Neuerungen unterhalten.
Die gelernte Erzieherin Daniela Schmidt hat die Leitung des Hallwanger Waldkindergartens im März dieses Jahres übernommen. Gemeinsam mit Deborah Lehmann und Janina Herbstreit sowie der Integrationskraft Jasmin Schmid kümmert sie sich seither um die derzeit 18 Kinder, die den Waldkindergarten besuchen.
Schmidt hatte ihr Anerkennungsjahr als Erzieherin seinerzeit in der „Villa Sonnenheim“ absolviert und im Zuge ihres Berufspraktikums bereits mit der Kinderwerkstatt Eigen-Sinn, der Trägerin des Hallwanger Waldkindergartens, teilweise zusammengearbeitet.
In der Villa Sonnenheim, eine stationäre Einrichtung für Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen, ist sie nach der Ausbildung für zwölf Jahre geblieben. „Ich habe damals schon gesagt, dass ich, wenn ich je in einem Kindergarten arbeiten sollte, nur in einem Waldkindergarten arbeite“, sagt Schmidt rückblickend.
Platz für 20 Kinder
Als die Leitungsstelle in Hallwangen frei wurde, hat sich die inzwischen zweifache Mutter dafür beworben und die Stelle auch bekommen. Der Waldkindergarten in Hallwangen ist ein Regelkindergarten. „Wir fokussieren uns aber darauf, auch Kinder mit besonderem Bedarf oder einer besonderen Familiengeschichte aufzunehmen, das ist ja schließlich unser Steckenpferd“, betont Schmidt.
Maximal 20 Kinder können den Kindergarten derzeit besuchen. Da ein Integrationskind zwei Plätze beansprucht, sind es tatsächlich sogar nur 19 im Moment. Aufgrund der stetig gewachsenen Nachfrage soll sich das mit dem Bau und der Fertigstellung der Schutzhütte aber ändern. Ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 ist dann nämlich, wenn alles klappt, auch die Einrichtung einer zweiten Gruppe vorgesehen.
Bau der Schutzhütte immer wieder verzögert
Die nicht ganz einfache Standortsuche für die Schutzhütte und die immer strengeren bürokratischen Vorgaben haben den Bau der Schutzhütte in der Vergangenheit immer wieder verzögert. Eigentlich sollte sie längst fertig sein.
Der Waldkindergarten mit seiner derzeitigen Basis im früheren Hallwanger Kindergartengebäude hat sich deshalb seit dem vergangenen Jahr mit einem großen Tipi auf der Wiese beim Vereinsheim der Motorradfreunde Hallwangen beholfen. Die Kinder können von dort aus schnell und problemlos in den Wald.
Das von den Kindern heiß geliebte Tipi soll auch künftig – leicht versetzt – bestehen bleiben. Erste unerwartete Schäden am Tipi haben jetzt eine größere Reparatur erfordert. Die Mitarbeiter der Herstellerfirma wurden dabei tatkräftig von zwei Opas der Kinder unterstützt. Die Hilfsbereitschaft der Familien der Kindergartenkinder sei überhaupt sehr groß, sagt Schmidt.
Ein typischer Tag
Ein typischer Tag im Waldkindergarten startet normalerweise mit dem Eintreffen der Kinder zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr. Danach folgt der Morgenkreis. Bei geplanten Ausflügen, etwa zum Bauernhof in Bösingen, oder sehr schlechten Wetterbedingungen, wird der Treffpunkt zum Rathaus oder eben in den alten Kindergarten verlegt. Nach dem Morgenkreis vespern die Kinder gemeinsam, bevor sie sich in Richtung der Wiese oder des Waldes zum Spielen bewegen.
Gegen 11.30 Uhr kehren die Kinder zurück. Im Abschlusskreis lassen die Kinder den Tag- und das jeweils persönliche Highlight noch einmal Revue passieren, bevor es spätestens um 13.30 Uhr nach Hause geht.