Joshua Kimmich beim SC Freiburg? Heute undenkbar. Als Zwölfjähriger war der Bösinger jedoch zum Probetraining im Breisgau, wechselte 2007 jedoch zum Nachwuchs des VfB Stuttgart.
Beim VfB Bösingen hat Joshua Kimmich als kleiner Junge mit dem Fußball angefangen, heute spielt er beim FC Bayern München, ist Kapitän der deutschen Nationalmannschaft und hat zahllose Titel gewonnen.
Dort hinzukommen war ein langer Weg, vom VfB Bösingen wechselte Kimmich 2007 als Zwölfjähriger ins Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart. Über RB Leipzig kam der Mittelfeldspieler zum Rekordmeister, bei dem er seit Langem Dreh- und Angelpunkt des Spiels ist.
In jungen Jahren hätte Kimmichs Karriere jedoch fast eine ganz andere Wendung genommen. Denn wie Klemens Hartenbach, langjähriger Sportdirektor und Leiter der Scouting-Abteilung beim SC Freiburg, beim Neujahrsempfang des Vereins verriet, war Kimmich in seiner Jugend auch in der Freiburger Fußballschule zum Probetraining.
Woran Kimmichs Wechsel nach Freiburg scheiterte
Das Problem damals: Die große Entfernung zu Kimmichs Wohnort im Landkreis Rottweil. Denn Hartenbach berichtete von der Devise, dass die Fahrtzeit der Spieler nicht länger sein soll als die Zeit auf dem Trainingsplatz.
„Also wir haben es damals echt konsequent durchgezogen, weil wir auch der Überzeugung waren, die Jungs sollen nicht die Zeit im Auto verbringen, sondern auf dem Kickplatz“, sagte Hartenbach beim der Talkrunde auf dem Neujahrsempfang. Daher habe er Kimmichs Mutter damals abgesagt – und ihr Sohn ging ins Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart.
Kimmich beim SCF? „Wäre schon nett gewesen“
Wie Kimmichs weitere Karriere wohl verlaufen wäre, wäre er damals stattdessen nach Freiburg gewechselt? Man weiß es nicht. Kimmich beim SC Freiburg auf jeden Fall „wäre schon nett gewesen“, wie Hartenbach in lockerer Art und Weise einräumte.
Das ganze Gespräch mit Sportvorstand Jochen Saier, Keeper Noah Atubolu und Moderator Tom Bartels über die Freiburger Fußballschule gibt es auch als Video und Podcast auf der Webseite des SC Freiburg.