Recup wird dem Freiburger Mehrwegverbund vorerst nicht beitreten und auf seine eigenen Erfahrungswerte setzen.
Die Stadt Freiburg hatte bereits mit dem Freiburg-Cup ein eigenes Mehrwegbechersystem auf dem Markt, hat 2021 aber das Feld nach eigenen Angaben dem Anbieter Recup überlassen. Recup ist seit 2016 am Markt und seit 2019 in Freiburg tätig.
„Da wir bereits seit einigen Jahren mit starken Partnern vor Ort arbeiten und auch durch Erkenntnisse aus Tübingen und Konstanz bestens mit der Verpackungssteuer vertraut sind, standen wir vorab schon im Austausch mit der Stadt Freiburg. Wir haben uns allerdings mit Recup dazu entschieden, nicht am stadteigenen Mehrwegsystem teilzunehmen. Unser System ist auf dezentrale Rückgabe und Pfandlogik ausgelegt und daher nicht mit zentraler Reinigung und Mischsystemen kompatibel“, erklärt Recup-Sprecherin Veronika Näger.
Recup hat 123 Partner in Freiburg
„Die Reinigung des Mehrweggeschirrs erfolgt bei unseren Partnern. Die Produkte sind hitzebeständig und können vor Ort in der Spülmaschine gereinigt werden“, erklärt Recup-Sprecherin Veronika Näger. Aktuell arbeitet Recup in Freiburg mit 123 Partner zusammen. Zudem habe man verschiedene Becher und Schalen für warme Speisen im Sortiment.
Das aber durch die Einführung der Verpackungssteuer Mehrweg stärker nachgefragt wird, kann Recup bestätigen: „Das Beispiel Tübingen zeigt eine deutliche Lenkungswirkung der Verpackungssteuer: Die Anzahl der Recup-Ausgabestellen hat sich dort um 90 Prozent erhöht. Das hat dazu geführt, dass es in Tübingen pro Kopf gesehen die meisten mehrwegnutzenden Gastrobetriebe in ganz Deutschland gibt“, erklärt Näger.
Dieses Potenzial sieht nun auch die Stadt Freiburg mit ihrer Mehrwegoffensive, muss sich aber gegen bestehende Angebote, die bereits in der Gastronomie etabliert sind, erst einmal behaupten.