Anastasia Feth (Dritte von links) hofft gemeinsam mit ihrer Schwester Alina (links), ihrem Bruder Alexander und ihrer Mutter Olga Feth auf Spenden für eine Delfintherapie. Foto: Wahl

Anastasia Feth aus Bisingen braucht eine Delfin-Therapie. Diese ist teuer, deshalb sind Spenden nötig. Auch Bürgermeister Roman Waizenegger unterstützt das Projekt.

Die 15-jährige Anastasia aus Bisingen ist zwar erst 15 Jahre alt, hat aber schon einen beschwerlichen Weg hinter sich: Geboren ist sie nämlich mit dem Angelmann-Syndrom. Ursache dafür ist eine angeborene genetische Veränderung. Diese führt zu gehemmter Sprachentwicklung, kognitiver Behinderung und kurioserweise darüber hinaus zu überdurchschnittlicher Fröhlichkeit.

 

Das Angelmann-Syndrom gehört fällt in die Kategorie „seltene Krankheiten“. In Deutschland sind aktuell nur wenige Tausend Fälle bekannt. Einer von ihnen ist Anastasia Feth, die mit ihren Eltern sowie mit ihrem Bruder und ihrer Schwester in Bisingen lebt.

Ihre Entschlossenheit ist unerschütterlich

Geboren mit dem Angelman-Syndrom, bekam Anastasia vor acht Jahren die Diagnose „Schilddrüsenkrebs“ und wurde in Tübingen operiert. Zunächst wurden 50 Prozent der Schilddrüse mit dem Tumor entfernt, in einer weiteren Operation dann der Rest. Noch mehr Operationen folgten. Etlichen Untersuchungen musste sie sich unterziehen.

Körper hat Operationen nicht wirklich gut verarbeitet

Wie die Eltern berichten, hat ihr Körper all das aber nicht wirklich gut verarbeitet. Anastasia selbst kann sich nicht mit Worten ausdrücken, hat Epilepsie und ihr Körper produziert ein Enzym, das zusätzliche Entzündungen auslöst.

Auf der Spenden-Internetseite heißt es über Anastasia: „Sie kämpft jeden Tag – mit einem Lächeln im Gesicht und einer unerschütterlichen Entschlossenheit, die uns alle inspiriert. Aber es gibt Tage, da ist der Kampf so schwer, dass man es fast nicht fassen kann.“

„Jede noch so kleine Spende bedeutet die Welt“

Doch Hoffnung keimte vor vier Jahren auf. Anastasia machte eine Delfintherapie in Curacao – eine niederländische Karibikinsel vor der Küste Venezuelas in Südamerika. Ihre Mutter über die Delfintherapie: „Diese hat ihr sehr gut getan, geholfen und ihr Leben vielfältig verändert, wie ihre Mutter berichtete. Nächtliche Panikattacken blieben aus und sie konnte wieder durchschlafen.“

Therapie und Reise nach Curacao sind sehr teuer

Neue Hoffnung entstand, an die niemand mehr geglaubt hatte. Mit dem Therapieprogramm können Traumata, welche durch die Erkrankung und Behandlung entstanden sind, verarbeitet werden. Auf der Spenden-Internetseite schreibt die Familie: „Deshalb bitten wir euch aus tiefstem Herzen um eure Hilfe. Jede noch so kleine Spende bedeutet für uns die Welt. Sie bedeutet für Anastasia ein weiteres Stück Lebensfreude, ein weiteres Stück Hoffnung und eine weitere Chance auf Besserung.“

Roman Waizenegger unterstützt das Spenden-Projekt

Allerdings ist eine Delfintherapie sehr teuer, auch wegen der weiten Anreise, darüber hinaus müssen die Angehörigen dort während der zweiwöchigen Therapie wohnen. Die Familie Feth sucht deshalb nach Personen, die Anastasia mit einer Spende unterstützen wollen, um ihr die Therapie mit Delfinen zu ermöglichen.

Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger unterstützt das Vorhaben der Familie. Er versucht, nach den Sommerferien einen Spendenlauf der Realschule zu organisieren und ruft auf, die Familie Feth zu unterstützen.

Wie man spenden kann

Neue Heimat
Olga und Alexander Feth kamen mit 8 bis 9 Jahren 1988 mit ihren Eltern aus Kasachstan nach Deutschland. Zwei Jahre später trafen sie in Bisingen ihrer neuen Heimat ein. Später in der hiesigen Realschule haben sie sich kennengelernt, später geheiratet und ihre eigene Familie gegründet. Während Alina (12 Jahre) das Gymnasium besucht, ist Alexander (5 Jahre) noch im Kindergarten. Neben ihnen gilt das Hauptaugenmerk der Eltern der erkrankten Anastasia, um deren Lebensalltag so schön wie möglich zu gestalten.

Zwei Wochen
Am 22. November dieses Jahres ist die zweieinhalbwöchige Reise zur Insel Curacao vorgesehen. Die Therapie dauert zwei Wochen. Mehrere Familienangehörige werden Anastasia nach Südamerika begleiten.

Spenden
Spenden sind über die Internetseite https://www.spendenseite.de/delfintherapie-f-252-r-anastasia/-93669 möglich. An der AVIA-Tankstelle ist außerdem ein Spendenkässle aufgestellt.