Seit mehr als zehn Jahren steht das ehemalige Hotel Alexanderschanze an der Schwarzwaldhochstraße bei Kniebis leer. Jetzt beginnt der Rückbau – um dort Neues zu schaffen.
Vom früheren Glanz der Schwarzwaldhochstraße ist an einigen Stellen nicht mehr viel übrig – im Gegenteil: Die Ruinen der Hotels locken heute allenfalls noch „Lost Place“-Jäger an.
Ein Gebäude bekommt nun aber neues Leben eingehaucht. Elf Jahre nachdem der Betrieb im Hotel Alexanderschanze endgültig eingestellt wurde, beginnen die Rückbauarbeiten – um Raum für Neues zu schaffen.
Was ist geplant?
Nach dem Ende des Hotelbetriebs kaufte das Land das denkmalgeschützte Gebäude. Dessen Pläne sind schon seit Jahren bekannt: In dem Gebäude sollen eine Rangerstation und eine einfache Wanderunterkunft entstehen. Die Alexanderschanze, die am beliebten Westweg liegt, soll nach 2015 also wieder eine Übernachtungsmöglichkeit bieten.
„Zudem sind ein kleiner Ausstellungsbereich und ein Veranstaltungsraum vorgesehen. Geplant ist darüber hinaus, dass in der Außenstelle an der Alexanderschanze ein Teil der Nationalparkverwaltung untergebracht wird“, teilt eine Sprecherin des Umweltministeriums auf Anfrage mit.
Von der Nationalparkverwaltung soll in dem Gebäude auch eine Ausstellung zu Themen wie Grindenbeweidung, -pflege, Waldweide und der Rolle von großen Weidetieren in Ökosystemen eingerichtet werden. Der Hintergrund: An der Alexanderschanze ist auch ein Wildtiergehege geplant, das Wisente beherbergen soll. Freudenstadts ehemaliger Oberbürgermeister Julian Osswald setzt sich seit Jahren für das Projekt ein.
Wie ist der Stand bei dem Bauvorhaben?
Bisher liegt laut der Sprecherin nur eine Teilbaufreigabe vor. Die Baugenehmigung steht noch aus. Derzeit werden kleinere Vorarbeiten wie eine Hausschwammsanierung gemacht.
Geplant ist eine Außen- und Inneninstandsetzung. „Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, erfolgen die Arbeiten in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden“, so die Sprecherin.
Wie sieht der Zeitplan aus?
Mit dem Rückbau wird laut dem Ministerium noch im Juni begonnen. Das Außengerüst soll ab Ende Juli aufgebaut werden.
Die Veränderungen in den kommenden Wochen dürften nicht unbemerkt bleiben: „Der Abbruch von Veranda und Anbauten wird auch von außen sichtbar sein. Der Großteil der Arbeiten wird aber im Inneren des Gebäudes sein“, informiert die Sprecherin.
Wann der Umbau abgeschlossen sein wird, lässt sich laut dem Ministerium „aufgrund der frühen Projektphase“ noch nicht vorhersagen.
Wie viel Geld kostet der Umbau?
„Die Gesamtkosten belaufen sich auf einen mittleren bis oberen einstelligen Millionenbetrag“, berichtet die Sprecherin.