Wissen, das sie – so hoffen alle – nie brauchen, haben die Schüler in Meßstetten diesmal gemeinsam erworben.
Die gesamte Blaulichtfamilie war zu Gast am Schulzentrum Meßstetten – Anlass war der Katastrophenschutz-Aktionstag, der die Schülerinnen und Schüler für die Herausforderungen bei einem großflächigen Katastrophenereignis sensibilisieren und sie spielerisch darauf vorbereiten soll. Die Burgschule, die Realschule und das Gymnasium Meßstetten waren diesmal gemeinsam dabei.
Der Aktionstag hat das Ziel, die Sechstklässler durch die Vermittlung grundlegender Kompetenzen und des notwendigen Basiswissens auf ein mögliches Katastrophenereignis vorzubereiten. Dabei knüpfen die Inhalte an die im Unterricht besprochenen Themen – etwa Naturgefahren wie Hochwasser und Erdbeben – an.
Von Arne Jessen, dem stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums, der sich aktiv beim Roten Kreuz engagiert, erführen die 160 Jugendlichen, was eigentlich eine Katastrophe ist wie im Falle eines Ereignisses Informationen übermittelt werden und Hilfe organisiert wird. An sieben Stationen zeigten ehrenamtliche Helfer des DRK Meßstetten, der DLRG Ortsgruppe Meßstetten und der Feuerwehr Meßstetten, wie sich die Schüler bei einem Katastrophenereignis selbst schützen und anderen Betroffenen helfen können: Das reicht vom Packen eines Notgepäcks, wenn sie das eigene Zuhause schnell verlassen müssen, über Maßnahmen zur Ersten Hilfe, den Aufbau einer Notunterkunft und einer Notstromversorgung bis hin zum Verhalten bei Hochwasser und der Hilfe bei Bränden.
Im Ernstfall muss das Wissen sitzen
Zwar hoffen alle, dieses Wissen nie zu brauchen, sind aber nun froh, im Ernstfall darauf zurückgreifen zu können.
Die drei Hilfsorganisationen stellten auch ihre Angebote für die Jugendlichen vor, denn für sie ist es ein weiteres Ziel dieses Tages, Nachwuchskräfte als freiwillige Helfer zu gewinnen.