Cornelia Lanz Foto: Holger Borgrefe

Für die Lahrer Amtsleiterin stehen familiäre Veränderungen an. Ihren Posten bei der Stadt will sie aber behalten. Wir haben bei Cornelia Lanz nachgehakt.

Ihr Beitrag in den sozialen Medien sorgte am Wochenende bei vielen Lahrern für Fragezeichen: Hat sie gekündigt, kehrt sie der Stadt den Rücken? Cornelia Lanz’ Antwort: Jein! Die Leiterin des Amts für Stadtgeschichte und Archivwesen sucht, wie im Internet zu lesen, tatsächlich ab 1. Januar eine Wohnung in Heidelberg. Ihren Job in Lahr will sie deshalb aber nicht aufgeben.

 

Hintergrund des geplanten Umzugs ist eine „Familienzusammenführung“, wie die 43-Jährige am Montag auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte. Ihr Mann arbeite mittlerweile in der Universitätsstadt am Neckar, sie und die beiden Kinder leben noch in Lahr, was eine Entfernung von gut anderthalb Autostunden bedeutet. Das soll sich künftig ändern.

Lanz erwartet ihr drittes Kind

Doch wie will sie von Heidelberg aus ihr Amt weiterbekleiden? Erst einmal gar nicht: Lanz bestätigte Informationen unserer Redaktion, wonach sie zum dritten Mal schwanger sei und Anfang 2025 in Mutterschutz beziehungsweise Elternzeit gehen werde. Wie es anschließend weitergeht – mit Homeoffice, pendeln oder kompletter Rückkehr nach Lahr – lässt Lanz offen, erklärt nur, dass sie in Absprache mit dem Ersten Bürgermeister Guido Schöneboom beabsichtige, ihre „Amtsleitung in Lahr in gewohnt zuverlässiger Weise wieder aufzunehmen“.

Bürgermeister hält sich zurück

Auch Schöneboom als zuständiger Dezernent hielt sich auf Nachfrage hörbar zurück: „Die Stadt ist über die Schwangerschaft von Frau Lanz informiert. Wir werden uns im ersten Halbjahr 2025 über die weiteren Schritte abstimmen.“

Nicht der erste Wirbel

Es ist bekanntlich nicht das erste Mal, dass es Wirbel um Cornelia Lanz’ Wirken bei der Stadt gibt. Kurz bevor sie im Juni vergangenen Jahres aus der Elternzeit zurückkehrte, wurde ihr vonseiten der Stadtspitze eröffnet, dass sie nicht mehr wie zuvor als Kulturamtsleiterin arbeiten werde. Stattdessen hatte man kurzerhand das neue Archiv-Amt gegründet, das Lanz fortan führen sollte.

Die Stadt begründete den Schritt damals mit „Differenzen und unterschiedlichen Auffassungen in der strategischen Ausrichtung der Kulturarbeit“. Dem widersprach Lanz, woraufhin sich ein öffentlicher Schlagabtausch entwickelte. Am Ende akzeptierte die ausgebildete Opernsängerin ihre neue Rolle – und die Wogen glätteten sich.