Beim Amtsgericht Freudenstadt hat sich im vergangenen Jahr die Arbeitsbelastung noch mal verschärft. (Archivbild) Foto: Finkbeiner

Eine Richterin am Amtsgericht Freudenstadt ist seit längerer Zeit erkrankt. Bei der Bearbeitung einiger Fälle ist es dadurch zu Verzögerungen gekommen. Doch die Lage soll sich bald normalisieren, wie die Direktorin des Gerichts versichert.

Seit Mitte des vergangenen Jahres ist eine Richterin am Amtsgericht Freudenstadt so schwer erkrankt, dass sie nicht mehr arbeiten kann. Dadurch hat sich die sowieso schon hohe Arbeitsbelastung am Amtsgericht vorübergehend verschärft, wie Direktorin Kerstin Forster nun gegenüber unserer Redaktion bestätigt.

 

„Bei einem vergleichsweise kleinen Amtsgericht wie dem Amtsgericht Freudenstadt ist es naturgemäß besonders schwierig, eine solche Krankheitsvertretung aufzufangen“, schreibt Forster in einer E-Mail.

So sei der Arbeitskraftanteil zweier Richter verstärkt worden. „Insbesondere ist ein Richter, der bislang noch anteilig beim Landgericht Rottweil tätig war, vollständig an das Amtsgericht Freudenstadt abgeordnet worden“, erklärt Forster.

Zivilabteilung des Amtsgerichts betroffen

Doch dadurch ließ sich offenbar nicht verhindern, dass einige Fälle länger liegen blieben. „Rechnerisch konnte hierdurch der Ausfall der erkrankten Richterin kompensiert werden“, schreibt Forster. „Da sich ein Vertreter aber erst in die vorhandenen Verfahren einarbeiten muss, kam es in der Folge gleichwohl zu den bedauerlichen zwischenzeitlichen Verzögerungen.“

Betroffen war hiervon die Zivilabteilung des Amtsgerichts. Diese bearbeite Rechtsstreitigkeiten zwischen Bürgern bis zu einem Streitwert von 5000 Euro – zum Beispiel wenn es um Kauf-, Werk- oder Reiseverträge gehe. Auch Nachbarschaftsstreitigkeiten, Schadensersatzansprüche aus Verkehrsunfällen und Mietstreitigkeiten würden von der Zivilabteilung behandelt.

Letztendlich ist Forster aber optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass ab Februar 2025 der betroffene Fachbereich personell wieder vollständig besetzt sein wird.“