Helfer errichten entlang des Waldrands hinter der Wildberger Klosteranlage einen Schutzzaun für Kröten. Foto: Jacqueline Geisel

Freiwillige haben in Wildberg einen Schutzzaun für Kröten aufgestellt und kümmern sich darum, dass die Tiere nicht unter die Räder kommen.

Die Gruppe wächst – das gilt für die Ehrenamtlichen ebenso wie für die Amphibien, die ihre Hilfe benötigen. Mehrere Freiwillige stellten entlang des Waldrands hinter der Wildberger Klosteranlage einen Schutzzaun für Kröten auf. Die sind mittlerweile aus der Winterruhe erwacht und machen sich auf den Weg zu ihrem Laichgewässer, dem Klostersee. Dabei müssen sie die Straße überqueren, was ohne menschliche Hilfe für viele Amphibien den Tod bedeutet.

 

Gruppe um Peter Korbel im Einsatz

Etwa 1000 Amphibien verdankten im vergangenen Jahr den Ehrenamtlichen um Peter Korbel ihr Leben, heißt es in der Pressemitteilung. Dazu kamen noch rund 30 Salamander, die sich ihren Weg über den Parkplatz an der Schäferlaufwiese suchten. Der Zaun soll die Tiere davon abhalten, auf die Straße zu gelangen. Die Freiwilligen gehen die Strecke und den Parkplatz regelmäßig mit Eimern ab, setzen die Amphibien behutsam hinein und tragen sie Richtung Klostersee. Auch aus Abwasserschächten befreien sie die Tiere.

Ein komfortabler Taxi-Service für Kröten und Co. – und eine Rettung für ihr Leben. Die Tiere sterben nämlich nicht nur, wenn sie unter die Räder kommen. Selbst, wenn ein Auto nur über sie hinweg fährt, kann das ihr Leben kosten, da durch den Druck ihre Lungen platzen können, heißt es weiter.

Immer mehr Ehrenamtliche helfen mit

Das wollen Peter Korbel, langjähriger Naturschutzwart beim Schwarzwaldverein Wildberg, und seine Mitstreiter verhindern. Ihre Zahl wächst von Jahr zu Jahr. Menschen jeden Alters setzen sich für die Amphibien ein. Dieses Jahr stieß auch eine Ehrenamtliche dazu, die bisher auf eigene Faust zwischen Gültlingen und Sulz am Eck Kröten eingesammelt und somit gerettet hat. Neue Gesichter sind in der Amphibienschutz-Gruppe immer gerne gesehen.