Die Doppelstädter stiegen in der vergangenen Saison aus der Landesliga ab. In der neuen Bezirksliga-Saison wird sich bei der Mannschaft von Trainer Lars Wührmann einiges verändern.
Der Countdown läuft. Am 20. April (Samstag, 15 Uhr, Naturparkstadion Moos), starten die Neckar Hammers Villingen-Schwenningen mit einem Heimspiel gegen die Bruchsal Rebels in die neue Saison der American Football Bezirksliga Baden-Württemberg. Die Rebels verloren ihre ersten vier Saisonspiele.
Hammers-Trainer Lars Wührmann spürt die steigende Spannung bei seinem Team. Dass sich bei seiner Mannschaft im Vergleich zur Vorsaison in der Landesliga einiges verändert hat, trägt sicherlich zu dieser Gefühlslage bei.
Der Quarterback
Die wichtigste Position im American Football wird neu besetzt. Florian Pfau ist Vater geworden und bildet sich beruflich fort. Er wird den Hammers nicht zur Verfügung stehen.„Wir haben drei Spieler als Quarterback neu eingelernt“, sagt Wührmann. Man gehe nun mit einem Duo in die neue Saison. Pablo Stefan de Miguel wird im ersten Spiel starten.
Spielermangel
In der vergangenen Saison hatten die Hammers 35 Spielerpässe. De facto trat das Team aber oftmals mit deutlich weniger Spielern an. Die körperliche und mentale Belastung für die einzelnen Spieler wurde dadurch sehr hoch. Viele von ihnen wurden in der Offensive und in der Defensive eingesetzt.
„In dieser Saison haben wir keine Karteileichen mehr. Wir werden an den Spieltagen besser besetzt sein“, blickt Wührmann optimistisch voraus. „Es wäre somit möglich Offensive und Defensive zu trennen, aber die Leistungsunterschiede sind noch zu groß.“ Das Ziel sei es allerdings, ab 2025 ein „normales System“ zu spielen.
Der offensive Koordinator
Der Fokus in der Saisonvorbereitung lag darauf, die neuen – mitunter unerfahrenen – Spieler zu integrieren und ihnen „von null auf alles zu zeigen.“ Dabei spielt der neue Offensivkoordinator Maximilian Sauter eine bedeutende Rolle. Sauter ist ein Urgestein bei den Neckar Hammers. „Er soll das System vereinfachen“, betont Wührmann das Ziel, „insgesamt weniger Fehler zu machen.“
Die Vorbereitung
Bis Mitte März trainierten die Hammers vorwiegend positionsbezogen. Während der Saison treten die Positionsgruppen dann größtenteils gegeneinander an. Es werde dann auch vermehrt Elf-gegen-Elf gespielt, um ein „höchstmögliches Maß an Spielähnlichkeit“ herzustellen.
Offizielle Vorbereitungsspiele absolvierte die Mannschaft nicht. Dafür aber sogenannte „Scrimmage-Games“ ohne Schiedsrichter. Die Hammers testeten gegen die Landesligisten Offenburg Miners und Black Forest Foxes, sowie gegen Kreisoberligist Freiburg Sacristans II. „Wir konnten daraus einige Erkenntnisse gewinnen und haben nachfolgend auch einiges verbessert“, sagt Wührmann.
Ziele und Favoriten
Klingt nach positiven Vorzeichen. Die ganz große Kampfansage lässt sich der routinierte Hammers-Trainer aber nicht entlocken: „Wir haben wenig Videomaterial von den Gegnern, aber wir wollen natürlich jedes Spiel gewinnen.“
Wührmann schätzt die Filderstadt Mustangs und die zweite Mannschaft der Ravensburg Razorbacks als „recht stark“ ein. Brisanterweise spielen die Neckar Hammers direkt am zweiten Spieltag in Filderstadt.
Mit seiner Mannschaft peilt Wührmann in der Siebenerliga das obere Tabellendrittel an. „Das Hauptziel ist es aber, mehr Spieler für die Neckar Hammers zu gewinnen.“
Was unter anderem dabei helfen könnte, ein normales System zu spielen. „Das wäre für die Entwicklung der einzelnen Spieler natürlich besser“, gibt Wührmann zu.