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American Football Super Bowl: Feuerwerk trifft Pragmatismus

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Patrick Mahomes von den Kansas City Chiefs (links) beeindruckt durch sein extravagantes Spiel –­ bei Jimmy Garoppolo und seinen 49ers ist oftmals die Defensive der Schlüssel zum Erfolg. Foto: Zatevakhin

Patrick Mahomes (24) ist in Miami allgegenwärtig. Auf den Plakaten prangt vor dem 54. Super Bowl überall sein Konterfei, beim Medientag richteten sich über 50 Kameras auf den Quarterback der Kansas City Chiefs – er ist der unumstrittene Superstar.

Mit seiner spektakulären Spielweise hat Mahomes die Herzen der Fans erobert. "Wir alle lieben Patrick, auch wenn wir keine Chiefs-Fans sind", lautet der Tenor.

Auch Jimmy Garoppolo zollt seinem Kontrahenten Respekt. "Pat ist beeindruckend. Die Offensive ist schon sehr extravagant, doch er ist der Motor", sagt der Spielmacher der San Francisco 49ers. Mahomes selbst bleibt trotz aller Lobeshymnen bescheiden. "Ich bin gesegnet, dass ich eine Menge großartiger Spieler um mich herum habe. Deswegen kann ich da rausgehen und das Beste aus den Möglichkeiten machen, die sich mir bieten", sagte der wertvollste Spieler der vergangenen Saison (MVP).

Es ist dieser Glaube, der ihn auf dem Feld auszeichnet. Egal wie verfahren die Situation auch ist, Mahomes findet eine Lösung. Dabei genießt er das uneingeschränkte Vertrauen seines Trainers Andy Reid. "Er lässt mich einfach machen. Im Prinzip lässt er mich einfach machen", so Mahomes. So führte Mahomes seine Chiefs in den Super Bowl, auch von einem Fehlstart (0:24) wie gegen die Houston Texans im Viertelfinale ließ er sich nicht beirren. Über den Comeback-Sieg gegen die Tennessee Titans, der den Weg in den Super Bowl ebnete, sagte Mahomes: "Ich musste seit der Highschool nicht mehr so viel laufen wie in diesem Spiel und ich war am Ende genauso kaputt wie damals."

Sein Gegenüber Garoppolo hingegen verlebte in den Play-offs eher ruhige Abende. Im Spiel der 49ers sind Laufspiel und Defensive der Schlüssel zum Erfolg, so manches Mal war Garoppolo lediglich für die Übergabe zuständig. "Natürlich will jeder Quarterback werfen. Aber wenn ich so eine Truppe zusammen habe, die den Ball tragen kann? Ich mache, was auch immer nötig ist, um zu gewinnen", sagte der 28-Jährige, der schon zweimal den Super Bowl gewann, nun aber zum ersten Mal als Nummer eins auf dem Feld steht.

Für Spektakel ist "Jimmy G" nicht zuständig, er gibt seiner Mannschaft das, was sie braucht. Das zeichnete ihn auch schon als Back-up für Superstar Tom Brady bei den New England Patriots aus. So verteilt sich die Verantwortung auf viele Schultern, die Chiefs hingegen sind deutlich abhängiger von der Genialität ihres Anführers.

Der lief nach einer Saison mit Höhen und Tiefen in den Play-offs zur Höchstform auf, warf acht Touchdown-Pässe auf dem Weg nach Miami und scheint genau zur richtigen Zeit den Zenit zu erreichen. "Auch wenn die Zahlen das nicht zeigen: Ich spiele besser als in der vergangenen Saison", sagte Mahomes.

Für das Spiel der Spiele in der Nacht zum Montag (0.30 Uhr MEZ/ProSieben und DAZN) hat sich Mahomes vorgenommen, "dem Sturm zu trotzen, nichts Verrücktes zu machen." Auch Mahomes weiß: Erst einmal muss seine Defensive das Laufspiel des Gegners stoppen, dann kann der "Mann mit den Kanonenarm" glänzen.

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