Auftakt mit Spannung: Die Balingen Bucks und die Albstadt Alligators starten dieses Wochenende vor heimischem Publikum in die neue Football-Saison. Foto: Eibner/Schick

Football Fans im Zollernalbkreis können sich auf ein spannendes Wochenende freuen: Mit den Balingen Bucks und Albstadt Alligators starten gleich zwei Teams in die Saison.

Football-Fans und die, die es noch werden wollen, dürfen sich an diesem Wochenende im Zollernalbkreis auf packende Action freuen: Der amerikanische Sport, bekannt für harte Hits, präzise Taktik und pure Teampower, kehrt auf die heimischen Spielfelder zurück. 

 

Die Balingen Bucks starten am Sonntag (15 Uhr) auf dem Sportgelände des TSV Endingen in ihre zweite Saison überhaupt in der Kreisliga Baden-Württemberg. Neu-Head Coach Sven Diether (49) – seit über 25 Jahren im Football aktiv – übernimmt die Verantwortung bei dem jungen Verein und will gleich zu Saisonbeginn gegen die Leonberg Alligators II ein erstes Ausrufezeichen setzen.

Schon einen Tag zuvor treten um 15 Uhr im Lichtenbolstadion Tailfingen in der Bezirksliga Baden-Württemberg die Albstadt Alligators gegen die Kuchen Mammuts an. Spielertrainer Markus Lohr möchte mit seinem Team, das als Aufsteiger in der Vorsaison eine ausgeglichene Bilanz erzielte, die Erfolgskurve fortsetzen. In unserem Interview geben beide Trainer Einblicke in ihre Vorbereitung, die Herausforderungen der neuen Saison und die Leidenschaft, die den Football im Zollernalbkreis zu einem echten Erlebnis für Spieler und Fans macht.

Wie fühlen Sie sich kurz vor dem Saisonstart – nervös, aufgeregt oder voller Vorfreude?

Markus Lohr: Voller Vorfreude mit ein klein bisschen Anspannung und Nervosität aber die ist vor jedem Spiel da und denke ich auch wichtig, dass man nicht zu entspannt an die Sache ran geht.

Sven Diether: Nichts ist schlimmer, als den ganzen Winter über bei Wind und Wetter zu trainieren und sich nicht messen zu können. Deshalb freut man sich immer, wenn die Saison endlich beginnt. Ich glaube, so geht es allen: Man will jetzt einfach sehen, wo man steht. Nervös oder aufgeregt bin ich nicht, Vorfreude schon. Wir hatten nur ein Testspiel, konnten also nur begrenzt ausprobieren, wie fit wir wirklich sind und wo es noch hakt. Wir sind also noch nicht bei 100 Prozent, das zeigt sich erst jetzt in der Saison.

Wie beurteilen Sie die Vorbereitung Ihrer Mannschaft auf die neue Saison? 

Lohr: Ich denke, die Vorbereitung war gut. Durch Abstimmungsprobleme hatten wir leider keine Testspiele, aber eine starke Pre-Season und ein sehr produktives Trainingscamp zur Vorbereitung.

Diether: Wir hatten es dieses Frühjahr nicht leicht. Als Rasenverein haben wir unter den schlechten Wetterbedingungen und einer Krankheitswelle gelitten. Nicht immer waren wir so gut besetzt, wie ich es mir gewünscht hätte, das wirkt natürlich kontraproduktiv. Ich denke, damit hatten auch andere Vereine zu kämpfen.

Welche Ziele haben Sie sich für die neue Spielzeit gesetzt?

Lohr: Das erklärte Ziel ist der Aufstieg. Im Idealfall durch die Meisterschaft, zumindest aber durch Relegation. Die Qualität und Voraussetzungen haben wir denke ich, jetzt müssen wir unser Potenzial auch abrufen.

Diether: Letztes Jahr hatten wir nach dem ersten Sieg sieben Niederlagen in Folge, oft unglücklich. Für diese Saison ist das Ziel klar: Wir wollen oben mitmischen. In unserer Liga heißt das mindestens Platz zwei. Die ersten beiden Spiele gegen ein bereits vierfach siegreiches Team werden eine echte Herausforderung. 

Welche Veränderungen gab es in eurem Team?

Lohr: Neben einigen neuen Spielern die frisch mit dem Sport angefangen haben freut es mich vor allem Quarterback Mike Danowski und Saftey Flakon Namani  wieder bei uns zu haben. Beide sind ursprünglich aus unserer Jugend, haben dann aber zwischenzeitlich bei Reutlingen sowie Fellbach gespielt.

Diether: Wir haben einige Football-Neulinge, Rückkehrer und ein, zwei erfahrene Spieler dazugeholt. Gerade in der unteren Liga braucht es etwas Zeit, den neuen Spielern alles beizubringen. Das erste Spiel gegen Leonberg II wird daher besonders anspruchsvoll.   

Wie schätzen Sie die Konkurrenz in Ihrer Liga ein? 

Lohr: Konkurrenz ist immer schwer einzuschätzen und eine Wundertüte, da auch die Gegner vom letzten Jahr personell anders aufgestellt sein werden. Ich schätze Pforzheim als sehr stark ein, mit jetzt schon zwei Siegen gegen Kuchen und Backnang. Beide waren jedoch deutlich knapper als ich erwartet hätte.

Diether: Ich sehe die Teams alle auf Augenhöhe, nur Leonberg sticht etwas heraus. Nicht nur wegen ihrer bisherigen vier Siege, sondern auch wegen ihrer Struktur.