Die Neckar Hammers zelebrierten gemeinsam den Super Bowl – und freuen sich schon jetzt auf die kommende Saison in der Kreisoberliga.
Wie für viele American-Football-Fans im ganzen Land war der Super-Bowl-Sonntag auch im Lager der Neckar Hammers ein Festtag. Auch wenn sich diesmal nicht ein Großteil der Mannschaft in einem Schwenninger Kino zur großen Watchparty einfand, verfolgten Spieler und Trainer das NFL-Finale in kleineren Gruppen. „Währenddessen hat man sich dann natürlich viel über WhatsApp ausgetauscht“, wie Headcoach Daniel Fanselow berichtet.
Patriots und Seahawks erfüllen die Erwartungen
Im Großen und Ganzen habe das Geschehen im Levi’s Stadium in Santa Clara seine Erwartungen erfüllt, so der Schwenninger Übungsleiter. Am Ende besiegten die Seattle Seahawks die New England Patriots verdientermaßen mit 29:13. „Beide Defenses waren bockstark, wobei ich die Patriots in dieser Hinsicht sogar etwas besser fand. Aber die Seahawks-Offense war eben besser“, analysiert Fanselow.
Sein Vorgänger auf dem Posten des Cheftrainers und jetziger Offensive-Line-Coach Lars Wührmann hatte eine solche Defensivschlacht, wie sie in den ersten drei Vierteln, in denen die Patriots sogar ohne Punkte blieben und auch Seattle kein einziger Touchdown gelang (0:12), schon vor der Partie prophezeit. Außerdem lag Wührmann auch in Sachen Endergebnis richtig: „Ich tippe auf einen hohen Sieg der Seahawks“, hatte er im Vorfeld des Mega-Events gesagt.
Saisonstart am 11. April
Möglichst viele hohe Sieg peilen die Neckar Hammers natürlich auch in der kommenden Saison in der Kreisoberliga an, in die sie am 11. April mit einem Auswärtsspiel bei den Filderstadt Mustangs starten. Die erste Partie vor heimischer Kulisse steht dann am 2. Mai auf dem Programm, wenn man die Heilbronn Salt Miners am Schwenninger Moos empfängt. Die anderen Gegner in der fünfköpfigen Staffel sind die Hellstein Rascals und die Mannheim Bandits II. Mit welcher Erwartungshaltung die Schwenninger in diese Spielzeit gehen können, ist allerdings – ähnlich wie in der vergangenen Saison – noch völlig offen. „Letztes Jahr war ein bisschen verrückt“, erklärt Daniel Fanselow. „Nach ein paar relativ kurzfristigen Rückzügen waren es nur vier Mannschaften. Als Dritter hätten wir dann eigentlich in eine Abstiegsrelegation gemusst, diese ist dann aber abgesagt worden.“
Ein „Neufindungsprozess“ für Mannschaft und Trainer
Ab April soll das Geschehen also wieder in geregeltere Bahnen geleitet werden – sowohl in der Kreisoberliga allgemein als auch speziell im Lager der Hammers. Nach vielen Jahren im Amt gab Lars Wührmann seinen Cheftrainer-Posten nun ab und fungiert künftig „nur“ noch als Trainer der Offensive Line. Dafür ist nun Fanselow der Hauptverantwortliche an der Seitenlinie. Der 41-Jährige wird gleichzeitig vom Defensiv- zum Offensivkoordinator. „Ich lerne gerade, Football ganz neu zu denken. Sowohl ich selbst als auch mein Trainerstab und die Mannschaft befinden sich in einem Neufindungsprozess.“
Noch kein Raum für sportliche Ziele
Unter anderem deshalb möchte man sich bei den Hammers aktuell noch keine sportlichen Ziele setzen. „Bevor wir so weit denken können, müssen wir erst noch als Mannschaft wachsen“, so Fanselow, der dies wortwörtlich meint. „Wenn wir eine regelmäßige Trainingsbeteiligung von etwa 30 Mann haben, dann können wir uns sportliche Ziele setzen.“ Bis dahin sei die Devise vor allem, mit dem aktuell kleinen Kader zusammenzuwachsen und sich stetig weiterzuentwickeln.
„Aktuell weiß keiner so richtig, wo er steht“, meint Fanselow und spricht dabei sowohl über seine Mannschaft als auch über die Liga im Allgemeinen. Doch eins ist sicher: Der 41-Jährige und seine Schützlinge freuen sich auf die nächsten Monate: „Für mich und die Jungs ist das alles ein großer Lernprozess, auf den wir extrem viel Lust haben. Wir haben jetzt schon eine richtig gute Energie in der Mannschaft und freuen uns auf die Saison!“