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American Football Black Forest Foxes: Gegner kommt mit reiner Weste

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Viele Yards sammelte mit guten Läufen auch Running Back Tony Anthony Georges (Mitte, 44), ein Touchdown blieb ihm allerdings gegen die Bruchsal Barocks noch versagt. Foto: Burkhardt

Die Stimmung rund um das Spielfeld in Dietersweiler war vor allem gegen Ende des Spiels top, die Spannung kaum mehr zu überbieten. Einzig die knappe 30:31-Niederlage trübte die Punktspielpremiere der Black Forest Foxes in der Kreisliga Baden-Württemberg.

Schon am Samstag, mit einem etwas späteren Kickoff um 16 Uhr, haben die neu ins Geschehen eingreifenden American Footballspieler bei einem weiteren Heimspiel die Gelegenheit ihr Punktekonto nach der Niederlage gegen die Bruchsal Barocks auszugleichen. Aber Vorsicht: Die Leonberg Alligators schnappten mit einem souveränen 35:0 im "Reptilienkampf" gegen die Albstadt Alligators gleich richtig zu und liegen praktisch gleichauf mit den mit 42:6 gegen die Bempflingen Renegades erfolgreichen Heidelberg Jaguars an der Tabellenspitze.

Dabei nutzte, ähnlich wie am Samstag auch die Bruchsal Barocks in Dietersweiler, das Leonberger Team einige wohl der Nervosität geschuldeten Ballverluste in der ersten Halbzeit zu einer komfortablen Führung aus. Zwar kamen die Albstädter in den beiden letzten Vierteln besser in die Partie, brachten aber keine Punkte auf die Anzeigetafel.

Ganz anders die Black Forest Foxes, denen nach dem 0:24 bei der Halbzeit mit einer grandiosen Steigerung beinahe ein sensationelles Comeback gelungen wäre. Zwei Touchdowns von Running Back Max Ott, der zusammen mit dem zweiten Läufer Tony Anthony Georges einen hervorragenden Einstand feierte, sowie Punkte in der Endzone durch die beiden eingesetzten Quarterbacks Kevin Fischer und Lukas Haist mit drei Zwei-Punkt-Erhöhungen brachten eine zwischenzeitliche 30:24-Führung. Allerdings schlugen auch die Gäste noch einmal zu und konnten mit ihrem allerletzten Spielzug und einem eigenen Touchdown mit Extrapunkt noch einmal kontern.

Gegner aus Bruchsal als Favoriten gehandelt

Dennoch ist die Zuversicht in den Reihen der "Füchsen" trotz der Niederlage weiter vorhanden, an der Spitze der Kreisliga ein Wort mitsprechen zu können. "Immerhin werden die Bruchsaler mit einigen ehemaligen Spielern der Badener Greifs in den einschlägigen Foren im Internet als Titelfavoriten gehandelt. Und da haben wir doch so schlecht gar nicht ausgesehen", meinte Linemancoach Patrick Schmieder nach der Partie. Und Headcoach Michael Mayer sowie Offense-Coordinator Markus Pryk verwiesen zu Recht auf die große Steigerung vor allem der Defense, die sich im ersten Abschnitt noch zu viele Fehler geleistet hatte. Die letzte entscheidende Lücke nahm Michael Mayer zudem auf seine Kappe und kündigte unmittelbar nach dem Spiel an: "Dafür geht eine Kiste Bier auf mich."

Unter der Woche war im Kader der Black Forest Foxes dann wieder intensive Arbeit angesagt, um die ausgemachten Fehler im nächsten Match zu vermeiden. Die in der zweiten Halbzeit ebenso wie die Defense stark verbesserte Offensive Line muss ihre Blocks konstant an den Mann bringen. Noch Luft nach oben gibt es im Passspiel auf die Wide Receiver Marcel Sternad, Christoph Finkbeiner und Fabian Griem sowie Tight End Flavio Consagra. Zu kurz geraten sind zudem die Kicks zur Spieleröffnung.

Vierte Versuche durchweg ausgespielt

Im Unterschied zu den Spielen höherer Klassen und auch der US-Profliga NFL werden in der Kreisliga zudem die vierten Versuche zum Erreichen der 10 Yards fast immer ausgespielt und auf einen Punt verzichtet. "Wir sind halt nicht in der NFL, und Punts sind ohnehin nur für Pussies", so Patrick Schmieder lapidar. Gerade bei den Special Teams werde es einige Jahre Spielpraxis brauchen, um die Automatismen einzuschleifen, assistierte in seiner Spielanlayse Markus Pryk. Einig war sich das Trainer-Trio darin, einen viel versprechenden Einstand gesehen zu haben, "in dem wir vor allem bewiesen haben, dass wir uns ins Spiel zurückkämpfen können", so Michael Mayer.

Einen guten Start legte die noch junge Abteilung des SV Dietersweiler bei der Organisation des auf Anhieb gleich von über 700 Zuschauern besuchten Events hin. Auch die aktiven Fußballer halfen mit, um die Besucher bei frühsommerlichen Temperaturen mit ausreichend Getränken und Verpflegung zu versorgen. So durfte Abteilungsleiterin Diana Mayer nach der aufregenden Partie nicht nur ein Geburtstagsständchen ihrer kompletten Mannschaft entgegen nehmen, sondern freute sich auch über einen reibungslosen Ablauf dank über 30 freiwilliger Helfer.

Informationen sind noch ausbaufähig

"Wir sind begeistert von der großen Resonanz und dem Zuschauerandrang", so Diana Mayer, die auf einen ähnlichen Zuspruch jetzt auch am morgigen Samstag hofft. Dann wäre zu wünschen, dass diese von den Platzsprechern mit etwas mehr Informationen versorgt würden. Dass die Foxes nach einem tollen Lauf von Running Back Tony Anthony Georges in der Schlussphase nicht die erlaufenen 25 Yard nach vorne, sondern einige Yards nach hinten marschieren mussten, nachdem ein Schiedsrichter seine gelbe Flagge zum Zeichen einer Strafe geworfen hatte, wurde nur unzureichend kommuniziert. Und gerade bei einem solch knappen Ausgang wäre es wünschenswert, wenn das Publikum über die noch verbleibende Restspielzeit besser informiert werden würde.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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