So bunt wie die Fasnet selbst sind die Häser der Mitgliederzünfte im Narrenring „Narrenfreunde Heuberg“, die außerhalb der Fasnetssaison Jubiläum feiern. Foto: Volker Beck

Der Narrenring „Narrenfreunde Heuberg“ feiert seinen 40. Geburtstag – ausnahmsweise außerhalb der Fasnetssaison. Das Festzelt steht in Böttingen, doch auch Zünfte vom Großen Heuberg sind dabei – aus Hartheim, Heidenstadt und Schwenningen.

Diesmal feiern sie nicht Fasnet, sondern ein kleines Jubiläum: Die Narrenfreunde Heuberg kommen ins Schwabenalter und feiern im Sommer – in etwas anderer Atmosphäre – ihren 40. Geburtstag vom 23. bis 25. Juni in Böttingen.

 

Der eingetragene Verein ist ein in der Region bekannter Narrenring, dem 15 Ringzünfte aus drei Landkreisen angehören. Der Großteil kommt aus dem Kreis Tuttlingen – konkret aus Bärenthal, Böttingen, Bubsheim, Egesheim, Irndorf, Königsheim, Kolbingen, Mahlstetten, Reichenbach und Renquishausen –, aber auch Zünfte der Kreise Zollernalb – Hartheim und Heidenstadt – sowie Sigmaringen – Glashütte, Hausen im Tal und Schwenningen – gehören der Vereinigung an.

15 Zünfte sind inzwischen dabei

Gegründet wurden die Narrenfreunde Heuberg am 19. Januar 1983 im Sportheim Renquishausen. Höhepunkte in ihrem Veranstaltungs-Kalender sind die Ringtreffen, die in der Regel mittlerweile jährlich einer der 15 Mitgliedszünfte ausrichtet. Den Anfang hatte im Jahr 1984 die Narrenvogtei Kolbingen gemacht, und sie war es auch, die das bisher letzte Ringtreffen im Jahr 2020 organisiert hat.

Die „NFH“, wie die Narrenfreunde Heuberg kurz genannt werden, blicken nun auf 40 Jahre zurück, die geprägt sind durch viele Höhen, zu denen zweifelsohne fast alle bisherigen Ringtreffen gehören – bis zum heutigen Tag 28 an der Zahl. Allerdings gab es auch herbe Schickschalschläge, die es zu zu verkraften gab.

Freundschaft und Brauchtumspflege sind die Hauptziele

Die wichtigsten Ziele der NFH sind daher, wie es der Name schon sagt, Freundschaft unter den Ringzünften sowie die Pflege und die Erhaltung des närrischen Brauchtums nach schwäbisch-alemannischer Art. Deshalb sind auch die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen, die nun stattfinden, keine traditionellen Fasnets-Aktivitäten, und der traditionelle Narr, springend mit Maske und Gschell, wird auch erst am Dreikönigstag wieder zu sehen sein.

Erst die Blasmusik, dann der DJ

Los geht es im Festzelt am Freitag, 23. Juni, ab 16 Uhr mit einem Feierabendhock. Zur Unterhaltung spielt dann die AH-Musik „Reiß-Aus“ aus Frohnstetten, anschließend legt DJ Bonito auf. Der Samstag startet um 19 Uhr mit einem Festakt, anschließend beginnt der Jubiläumsabend, den die Ringzünfte mit Auftritten gestalten – danach ist Party mit DJ Bonito. Der Sonntag beginnt um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst im Festzelt, dem sich ein Frühschoppen mit Alphornklang und Schwobablech anschließt. Um 13 Uhr beginnt dann das Hans-Werner-Hafen Gedächtnisturnier, das sonst immer jährlich im internen Rahmen zu Ehren des viel zu früh verstorbenen ersten Ringpräsidenten Hans-Werner Hafen ausgerichtet wird – er war der große Initiator bei der Gründung der NFH 1983. Beim Gedächtnisturnier kämpfen die 15 Ringzünfte in lustigen Spielen um den Wanderpokal. Parallel ist Festbetrieb mit Kaffee und Kuchen. Der Festplatz ist ausgeschildert.