Ab Mittwoch, 23. April, können Jugendliche in Ettenheim sich einmal die Woche im ehemaligen Spitalgebäude treffen. Nicht nur Unterhaltung wird geboten, mit Philip Studer ist auch ein Ansprechpartner für die Zielgruppe vor Ort.
Tischkicker, Billard, Darts, Gesellschaftsspiele, Spielekonsolen, Bastelmaterial, Platz zum Lernen, gemütliche Sitzgelegenheiten, kühle Getränke und einen Ansprechpartner: All das und einiges mehr bietet der Jugendtreff in Ettenheim in seinen neuen Räumlichkeiten. In der Spitalgasse 1 wurden der Jugendarbeit von der Stadt knapp 120 Quadratmeter zur Verfügung gestellt.
Der Jugendtreff befindet sich nun in der ehemaligen Geschäftsstelle der Sozialstation St. Vinzenz. „Ursprünglich war das Gebäude einmal ein Krankenhaus, deshalb kann man wohl sagen, dass wir der angedachten sozialen Nutzung im Allgemeinen treu geblieben sind“, erklärt Bürgermeister Bruno Metz. Ungefähr 40 000 Euro habe die Stadt in die Sanierung gesteckt, damit alles wieder nutzbar war. Die ehemaligen Räumlichkeiten des Jugendtreffs bei der Stadthalle seien trotz Sanierungen nicht mehr für eine angemessene Nutzung geeignet gewesen, merkt der Bürgermeister an. Dort habe man immer wieder mit Feuchtigkeit und Schimmel zu kämpfen gehabt. Als klar war, dass die Sozialstation aufgrund von Platzmangel umziehen müsse, seien die Räumlichkeiten in der Stadtmitte für die Jugendlichen ins Gespräch gekommen. Trotz der Bedenken im Gemeinderat, etwa wegen einer möglichen Lärmbelastung für die Nachbarn mitten in der Stadt, einigte man sich darauf, das neue Jugendzentrum im Spitalgebäude unterzubringen.
Philip Studer ist Jugendbeauftragter der Stadt Ettenheim. „Mein Fokus liegt vor allem darauf, dass die Räumlichkeiten den Jugendlichen gehören. Sie können hier herkommen und so sein, wie sie wollen, ohne Druck von außen“, erklärt er: „Ich habe hier auch einen Kummerkasten aufgehängt. Es kommt immer mal wieder vor, dass jemand Probleme hat, aber sich verständlicherweise nicht traut, das direkt anzusprechen. Mit dem Kummerkasten kann man das dezent lösen.“ Auch Informationsflyer zu Themen wie Sucht oder Recht und natürlich die Möglichkeit zum offenen Gespräch mit dem Jugendbeauftragten seien Angebote des Treffs.
Jugendtreff kann gezielt für Treffen genutzt werden
Neben dem offenen Jugendtreff bestehe auch die Möglichkeit für andere Angebote. So beispielsweise das Treffen der Mädchengruppe, organisiert und betreut von der evangelischen Diakonin Medea Frey. Dabei können sich Mädchen von der fünften bis siebten Klasse immer donnerstags von 16 bis 18 Uhr im Jugendzentrum treffen und reden, spielen, kreativ sein oder sich sozial engagieren, heißt es in der Einladung.
Eine weitere Nutzungsmöglichkeit wurde direkt am vergangenen Wochenende erprobt. Die Pfadfinder Ettenheim behandelten das Thema Nachhaltigkeit bei der 72-Stunden-Aktion und stellten im Spitalgebäude beispielsweise Pizzakarton-Mülleimer für die Schulen her. „Das war sowas wie eine Generalprobe für das neue Jugendzentrum. Und sie wurde mit Bravour gemeistert“, freut sich Studer. Ab Mittwoch ist der Jugendtreff eröffnet.
Öffnungszeiten
Der Jugendtreff in Ettenheim ist immer mittwochs von 15.30 bis 19 Uhr geöffnet. Jugendliche zwischen zwölf und 21 Jahren sind eingeladen, vorbeizuschauen. Für die Jüngeren zwischen acht und zwölf Jahren wird in Wallburg immer dienstagnachmittags von 15 bis 18.30 Uhr ein Treff angeboten.