Auf Facebook lassen die Oberndorfer ihrem Ärger freien Lauf. Foto: Screenshot Facebook

Die überquellenden Altkleidercontainer in Oberndorf sorgen seit Wochen für Ärger – auch in den sozialen Netzwerken.

Die überquellenden Altkleidercontainer in Oberndorf und Umgebung sind seit Wochen ein Thema, das die Gemüter erhitzt.

 

Trotz der von der Stadt bereits am 15. August angekündigten Sammel- und Aufräumaktion wachsen die Müllberge weiter – was den Eindruck vermittelt, dass sich vor Ort nichts bewegt.

In Oberndorfer Facebook-Gruppen sorgen die Bilder und Berichte über wilde Müllablagerungen für zahlreiche Reaktionen. „Ist das der neue Rattenzuchtverein auf dem Lindenhof? Gerade beim Entsorgen von Altglas mehrere Ratten gesichtet“, schreibt ein Nutzer.

Ein anderer kommentiert: „Es scheint in Oberndorf und Umgebung seit längerem ein echtes Problem zu werden. Wenn der Müll weggeräumt ist, dauert es nur ein paar Tage, dann ist neuer da.“

Viele zeigen sich fassungslos

Besonders ältere Bürger zeigen sich fassungslos: „Ich wohne jetzt 57 Jahre in Oberndorf und habe in dieser Zeit fünf Bürgermeister erlebt. In der ganzen Zeit hat es nicht eine solche Sauerei gegeben“, so ein Kommentar.

Gleichzeitig gibt es Verständnis für die Maßnahmen der Stadt: „Update: Ich war gerade im Rathaus. Stand der Dinge ist: Die Altkleidercontainer werden diese Woche noch abgeholt, die sind insolvent. Der Müll wird seitens der Stadt dann entfernt. Jetzt hoffen wir mal das Beste.“

Bürger bleiben skeptisch

Doch viele Nutzer bleiben skeptisch: „Da bin ich mal gespannt, glaube nicht daran, dass dann dort nichts mehr hingestellt wird“, oder: „Wie oft noch? Sie räumen doch immer wieder mal auf. Da gehören Kameras hin.“

Andere machen ihrem Ärger Luft und fordern mehr Konsequenz: „Asozial“, oder: „Ich werde persönlich in das Rathaus gehen und mal ordentlich Dampf ablassen, es wird sonst eine Rattenplage geben, es befinden sich Lebensmittelläden in der Nähe.“

Nicht nur in Oberndorf ein Thema

Das Thema schlägt auch über Oberndorf hinaus Wellen. „Sieht in ganz Deutschland so übel aus“, schreibt ein Nutzer aus der Umgebung. Einige schlagen pragmatische Lösungen vor: „Kann die Stadt nicht eine Spedition anfragen? Paar Euro bei der Talstadtsanierung abzwacken und gut ist – erstmal.“ Andere machen klar, wo sie die Verantwortung sehen: „Das liegt nicht an der Stadtverwaltung, sondern einfach nur an den, sorry für das Wort, Dreckschweinen, die das alles hinwerfen.“

Fest steht: Das Müllproblem treibt viele Bürger um. Die Diskussionen in den sozialen Medien zeigen, dass das Thema nicht nur sichtbar ist, sondern auch Emotionen weckt und hohe Wellen schlägt. Auch wenn die Stadt sich bemüht, die Container und die Müllberge zu räumen, bleibt der Eindruck, dass die Lage unübersichtlich und die Situation für viele untragbar ist.