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Althengstett Wildapfelbäume werden immer seltener

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Revierleiter Jürgen Martinek (links) und Bürgermeister Clemens Götz setzten zwei Wildapfelbäume entlang der Hummelwiesenlinie im Unteren Wald in Althengstett. Foto: Selter-Gehring Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Annette Selter-Gehring

Althengstett. Im Unteren Wald in Althengstett wurde die Reihe der "Bäume des Jahres" durch zwei Wildapfelbäume, auch Holzapfel genannt, erweitert. Wie bei den anderen 23 Gewächsen, informiert eine Schautafel über die selten gewordene Art.

Seit 1989 wird in Deutschland jedes Jahr ein Baum des Jahres ausgelobt. Entlang der Finnenbahn in Althengstett, die hinter der Gaststätte "Zum Trollinger" beginnt und in einem weiten Bogen in östlicher Richtung durch den Unteren Wald führt, finden sich zu jedem Baum des Jahres ein bis zwei Exemplare. Anlässlich des Tags des Baums, der in Deutschland seit 1952 jedes Jahr am 25. April stattfindet, setzten Forstrevierleiter Jürgen Martinek und Bürgermeister Clemens Götz zwei Wildapfelbäume in die vorbereiteten Pflanzlöcher am Waldweg "Hummelwiesenlinie".

Der Wildapfel, lateinisch Malus sylvestris, gehört zu den seltensten Bäumen in Deutschland. Die naheliegende Vermutung, dass er der Vorläufer der unterschiedlichen Sorten des heutigen Kulturapfels sei, stimme jedoch nicht, so Revierleiter Martinek. Gennachweise belegen, dass der Kulturapfel von asiatischen Formen, die eingeführt wurden, abstammt. Der Wildapfel ist selten geworden, weil er im Konkurrenzkampf mit Bäumen wie Fichte und Buche unterliegt. Zu finden ist er jedoch in ganz Europa bis in höhere Bergregionen, vornehmlich an Waldrändern.

Die Blüten erfreuen den Betrachter im April und Mai leuchtend rosa, später werden sie weiß und locken Bienen und Hummeln an. Wildtiere und Vögel bedienen sich gern an den herben Früchten. "Gerne wird der Wildapfel mit verwilderten Formen unserer Kulturapfelbäume verwechselt", so Martinek. Einen Hinweis könnten die Früchte geben, die von einem unscheinbaren ockergelb sind. Der Wildapfel kann an optimalen Standorten bis zu zehn Meter hoch und 100 Jahre alt werden. Im Rahmen der Pflanzaktion wies Götz darauf hin, dass die mit Rindenmulch belegte Finnenbahn weitergeführt und zu einer Rundstrecke geschlossen werden soll. Der federnde, gelenkschonende Untergrund ist besonders bei Joggern und Nordic Walkern beliebt.

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