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Althengstett Wichtige Stütze für Flüchtlingskinder

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Seniorenratsvorsitzender Ernst Hempel (links) und Schulleiter Hartmut Weber zeichneten die 16-jährige Nameh Alsabbagh mit dem Jugendsozialpreis aus. Foto: Bausch Foto: Schwarzwälder-Bote

Seit sechs Jahren gibt es in Althengstett den Seniorenrat, der immer wieder mit neuen Aktionen an die Öffentlichkeit tritt. Jetzt vergab er erstmals einen Sozialpreis und zwar bewusst an einen jungen Menschen.

Althengstett. "Es war gar nicht so einfach, die richtige Person zu finden", sagt der Vereinsvorsitzende Ernst Hempel. Als er sich mit seinem Anliegen an die Gemeinschaftsschule Althengstett wandte, war das Problem schnell gelöst. Dort gibt eine äußerst hilfsbereite Schülerin, die vor eineinhalb Jahren an die Bildungseinrichtung gekommen ist und sich hier nicht nur schulisch, sondern auch sozial in ganz besonderer Weise engagiert. "Dabei ist sie ein Ruhepol und kümmert sich um die Integration neu ankommender Flüchtlingskinder", unterstreicht Schulleiter Hartmut Weber.

Große Familie mit vielen Geschwistern

Die heute 16-jährige Nameh Alsabbagh stammt aus einer großen Familie mit zahlreichen Geschwistern und hat als älteste Schwester soziales Verhalten gleichsam mit der Muttermilch mitbekommen. So war ihr gutes Sozialverhalten auch in der Althengstetter Schule selbstverständlich. "Immer ist sie zur Stelle, wenn neue Flüchtlingskinder in die Schule gebracht werden. Besonders dankbar dafür ist sie, dass ihre Familie bei ihrer ersten Unterbringung im Neuhengstetter ›Rössle‹ von Gudrun Adam und Angelika Hener vom Arbeitskreis Asyl liebevoll betreut wurde. Die aus Syrien stammende Schülerin dolmetscht zwischen Eltern und Lehrern.

Nameh gelangte im Zuge der Familienzusammenführung nach Deutschland. Ihr Vater und Bruder waren früher gekommen. Mit großem Eifer und ungewöhnlich schnell hat das fleißige Mädchen mit syrischen Wurzeln Deutsch gelernt. "Sie setzt sich zu den neu angekommenen Schülern und unterstützte sie beim Lernen. Das machte sie auch in Stunden, in denen andere Schüler schon unterrichtsfrei hatten und heimgingen", unterstreicht Lehrerin Constanze Hämmerlin. Nameh wird trotz ihrer 16 Jahre noch weiterhin in der Gemeinschaftsschule bleiben und versuchen, einen Abschluss zu erreichen. "Danach möchte ich Krankenschwester werden", sagt sie mit leuchtenden Augen.

Der Sozialpreis wurde ihr vom Seniorenratsvorsitzenden Hempel und Rektor Weber überreicht. Neben einer Urkunde bestand er aus 100 Euro. "Dafür werde ich mir neue Kleidung kaufen zum Opferfest, da muss man sehr ordentlich und möglichst mit neuen Kleidern angezogen sein", sagt die Muslimin.

 
 

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