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Althengstett Wähler honorieren bisherige Arbeit

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Zwei spannende und äußerst arbeitsreiche Wahltage liegen hinter den Rathausmitarbeitern und freiwilligen Helfern in den vier Gäugemeinden. Im Großen und Ganzen verliefen Europa- und Kommunalwahl reibungslos.

Althengstett/Gechingen/Simmozheim/Ostelsheim. Still und konzentriert ging es noch am Montagvormittag beim Auszählen von Gemeinderats- und Ortschaftsratswahl im Althengstetter Rathaus zu. Nachmittags wurde es dann etwas aufgeregter und hektischer, nicht zuletzt wegen der "Schwächen des vom Rechenzentrum verwendeten Wahlprogramms", wie Bürgermeister Clemens Götz sich gegenüber dem Schwarzwälder Boten äußerte. Eigentlich sollten die Ergebnisse für den Gemeinderat gegen 15 Uhr, die für die beiden Ortschaftsräte Neuhengstett und Ottenbronn eine Stunde später bekannt gegeben werden. Doch der Zeitplan geriet durcheinander, und so wurde die künftige Zusammensetzung des Althengstetter Gemeinderats erst kurz nach 20 Uhr bekannt.

Zwölf Gemeinderäte, also 75 Prozent des bisherigen Gremiums, wurden wiedergewählt. "Das zeigt ein großes Vertrauen und hohe Wertschätzung der Bevölkerung für die Arbeit des Gemeinderats in den vergangenen fünf Jahren", äußerte sich der Rathauschef weiter. Zwei Gemeinderäte seien nicht mehr zur Wahl angetreten, sechs, also genau ein Drittel des neuen Gremiums, seien neu gewählt worden; davon drei junge Personen – Jörg Nonnenmann, Stefan Kömpf und Paul Binder – und außerdem wurde mit Angelika Holzäpfel eine weitere Frau in den Gemeinderat gewählt. Damit sei der Anteil der Frauen im Althengstetter Gemeinderat zwar um 50 Prozent gestiegen, aber immer noch "bedauerlich gering".

Viele Bewohner der Gäugemeinde hatten sich gefragt, wie sich die Abschaffung der unechten Teilortswahl auswirken würde. "Bisher waren für Neuhengstett und Ottenbronn sieben Sitze im Gremium reserviert. Im neuen Gremium, nach der Einführung der gemeinsamen einheitlichen Wahl, sind es acht Vertreter, also einer mehr als bisher. Interessanterweise teilen sich diese exakt gleich auf, also vier für Neuhengstett und vier für Ottenbronn. Die drei Frauen kommen ebenfalls aus allen drei Ortsteilen", so Götz weiter.

Sitz darf nicht einfach an eine andere Liste weitergegeben werden

Im Ortsteil Ottenbronn gibt es eine Besonderheit, denn der dortige Ortschaftsrat hat jetzt nur sieben Mitglieder statt der eigentlich möglichen acht. Das liegt laut Verwaltungschef daran, dass der Wahlvorschlag, der den vierten Sitz erhalten hätte, nur drei Kandidaten hatte. "Jetzt kann man aber den Sitz nicht einfach an eine andere Liste weitergeben, da dies den Wählerwillen verfälschen würde." Also bleibe er unbesetzt. Das sei dem Sainte-Laguë-Verfahren geschuldet. Diese Methode wird angewandt, um Wählerstimmen proportional in Abgeordnetenmandate umzurechnen. "Aber die Ottenbronner sind auch mit sieben Mitgliedern im Ortschaftsrat gut aufgestellt", äußerte sich Götz.

Für die gute Vorbereitung, die Arbeit am Wahltag selbst und letztlich die zügige Auszählung hat der Simmozheimer Bürgermeister Stefan Feigl ein dickes Lob parat. "Wir hatten hier ein hervorragendes Team aus Rathausmitarbeitern und Helfern zusammen", schwärmt er. Am Sonntag und Montag sei sehr genaue und gewissenhafte Arbeit geleistet worden. Bemerkenswert ist für den Simmozheimer Rathauschef außerdem, dass die Gemeinderatsmitglieder, die zur Wiederwahl antraten, allesamt im Amt bestätigt wurden: "Die Leute honorieren, was in den vergangenen fünf Jahren im Gemeinderat alles geleistet wurde".

Größere Pannen bleiben in allen vier Kommunen aus

Auch in Gechingen und Os­telsheim verliefen Europa- und Kommunalwahl vor allem auch dank der Wahlhelfer reibungslos. Größere Wahlpannen blieben aus. Problematisch war teilweise das Veröffentlichen der Ergebnisse im Internet. Mit WinWVis, einem Programm des Rechenzentrums ITEOS, kam eine automatisierte Datenverarbeitung zur Ermittlung der Stimmen für die Kommunalwahl zum Einsatz. Damit wurden die Stimmen je Wahlvorschlag/Bewerber erfasst und die früher so aufwendige Zählerei beziehungsweise die Zähllisten entfielen. Der entsprechende Link auf der Gemeindehomepage, der zu den Simmozheimer Ergebnissen weiterleiten sollte, hat laut Bürgermeister Feigl nicht funktioniert, weshalb man einen eigenen eingerichtet habe. Erst am Freitag hatte es ein letztes Update, also eine Aktualisierung des angewandten Programms, gegeben.

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