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Althengstett Vieles ist zu schade zum Wegwerfen

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Elektrotechniker Ralph Wiechmann stellt in der "Hengstetter Werkstatt" ehrenamtlich sein Know-how zu Verfügung. Darüber freuen sich Heide und Kurt Pross (von links). Foto: Bausch Foto: Schwarzwälder-Bote

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Im Werkraum der Althengstetter Gemeinschaftsschule herrscht reges Treiben. Vielen ist eingefallen, dass die "Heng­stetter Werkstatt" geöffnet hat, in der man unter Anleitung kleine Schäden an Haushaltsgeräten und anderen Alltagsgegenständen selbst reparieren kann.

Althengstett. Die Besucher werden von der Seniorin Gudrun Mohr freundlich empfangen. Sie bietet ihnen selbst gebackenen Kuchen und Kaffee an. Die Calwerin ist von der nachhaltigen Idee so überzeugt, dass sie ehrenamtlich bei jeder Öffnung der Selbsthilfewerkstatt mit dabei ist. Mohr erledigt den Papierkram und lässt die Besucher ein Formular ausfüllen, mit dem sie per Unterschrift bestätigen, dass sie ihren defekten Gegenstand unter Anleitung selbstständig repariert haben und anerkennen, dass die "Heng­stetter Werkstatt" keine Haftung übernimmt.

Eine Besucherin hat einen wackeligen Stuhl mitgebracht. Da weiß der gelernte Bauzeichner Eberhard Kammerer gleich, was zu tun ist. Er zeigt der Frau gerne, wie man das Sitzmöbel leimen und damit wieder funktionsfähig machen kann.

Technisches Problem rasch gefunden

Kurt und Heide Pross aus Ottenbronn haben ein Stimmungslicht mitgebracht, das während der Feiertage ausgefallen ist. Das ist für den Elektrotechniker Ralph Wiechmann kein Problem. Schnell hat er herausgefunden, dass eines der vielen Lämpchen defekt ist und dadurch ein Kurzschluss ausgelöst wurde, der den Trafo beschädigte. Nach wenigen Minuten ist das Problem gelöst, und die Lämpchen leuchten in neuem Glanz. In diesem Stil geht es weiter.

Die glücklichen Eigentümer bekommen keine Rechnung. Das Angebot der ehrenamtlichen Helfer ist nämlich kostenlos. Gerne werfen die Besucher jedoch kleinere Beträge als Spende an den Seniorenrat und als Dankeschön an die Helfer in ein aufgestelltes Kässchen. "Im Durchschnitt kommen rund zehn Hilfesuchende an einem Öffnungs- tag", berichtet Mohr. Die Menschen bringen allerlei Hausrat, vor allem Küchengeräte, aber auch Uhren, elektrisches Spielzeug, Drucker und sogar Puppen vorbei. Oft ist dann dem Liebling eines kleinen Mädchens mit einem Stück Gummiband sehr schnell geholfen.

"Ich bin dafür, dass man nicht gleich alles wegwirft", sagt Elektroingenieur Roland Scheurer. Ihn und seine ehrenamtlich tätigen Kollegen ärgert, dass wertvolle Gegenstände viel zu oft auf dem Müll landen, obwohl sie mit einem kleinen Ersatzteil leicht wieder in Gang gebracht werden könnten.

Dieser Gedanke war auch ausschlaggebend, als der Althengstetter Seniorenrat im vorigen Jahr auf die Idee kam, diese soziale Einrichtung als Treffpunkt für Jung und Alt ins Leben zu rufen. Die Senioren wollen ein Zeichen setzen gegen die Wegwerfgesellschaft. "Wir möchten mit unserem Angebot einen Beitrag dazu leisten, dass wertvolle Ressourcen nicht unnötig verschwendet werden", bekräftigt Ernst Hempel, der Vorsitzende des Seniorenrats Althengstett. Die Werkstatt sei zudem ein Treffpunkt für alle Generationen, wo man voneinander lerne, gemeinsam Spaß habe und auf das Geleistete stolz sein könne.

Die "Hengstetter Werkstatt" ist jeweils an jedem ersten Samstag eines Monats im Werkraum der Gemeinschaftsschule Althengstett von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Wer sich für diese Initiative interessiert, ist eingeladen, hereinzuschauen.

 
 

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