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Althengstett Seniorenrat spendetWildkirschenpflanzen

Von
Forstrevierleiter Jürgen Martinek (Zweiter von links) erläutert Ernst Hempel, dem Vorsitzenden des Althengstetter Seniorenrates, wie sich die Setzlinge in den nächsten Jahrzehnten entwickeln werden.Fotos: Tröger Foto: Schwarzwälder Bote

Nachhaltigkeit ist ein Stichwort, das die Menschen in allen Lebensbereichen bewegt. Der Althengstetter Seniorenrat hat eine auf viele Jahre nachhaltige Aktion gestartet und 200 Wildkirschenpflanzen gespendet, die jetzt im Gewann "Hube" im Wald der Gäugemeinde gepflanzt wurden.

Althengstett. "Wir sind ein aktiver Verein und stoßen immer wieder neue Dinge an, probieren sie aus und schauen, was daraus wird", erzählt Vorsitzender Ernst Hempel beim Vor-Ort-Termin auf der Pflanzfläche im Wald. Die Idee zur Baumsetzling-Spende kam den Verantwortlichen des Vereins bei einer Honig-Aktion.

Aktion einer Firma dient als Vorbild

Für jedes der derzeit knapp 200 Vereinsmitglieder gab es zu Weihnachten ein Glas Honig von den Bienen des Althengstetter Imkers Hagen Großmann. "Da hab‘ ich weitergedacht und mich gefragt, was könnten wir daraus noch machen? Uns allen ist mittlerweile klar: Haben die Bienen keine Zukunft – Stichwort Bienensterben – ist es auch um unsere Zukunft schlecht bestellt", so Hempel. Er las von einer Firma, die ein paar Tausend Bäume gespendet hat, und sagte sich: "Was die können, können wir doch auch". Nicht Tausend Bäume natürlich, aber immerhin 200, auch eine stattliche Zahl. Sozusagen spendet jedes Mitglied einen Baum. In Rücksprache mit dem Althengstetter Forstrevierleiter Jürgen Martinek fiel die Wahl auf Wildkirsche, eine Baumart, die den Bienen schon im Frühjahr einen reichblühenden Nektarsegen bietet.

Martinek und seine Forstarbeitergruppe, unterstützt vom Bauhof, haben im Gewann "Hube" eine Fläche für die Pflanzung vorbereitet. "Hier haben wir schon im vergangenen Jahr das Altholz geerntet, das durch die Trockenheit der vergangenen zwei Jahre gelitten hat", erklärt der Förster nach der Vesperpause, bei der man sich die von Hempel mitgebrachten Leberkäswecken schmecken ließ. "Und jetzt vor der Pflanzung wurde noch das Gebüsch entfernt."

Die 200 etwa einen Meter hohe Kirschen-Setzlinge ­stecken in mehreren Reihen auf der freigemachten Fläche schon im Boden. Zu jedem rammen die Forstarbeiter noch einen Stab in die steinige Erde, an dem eine Kunststoffhülse befestigt wird. Die soll vor Verbiss durch das Wild schützen. "Darüber hinaus sammelt sich in der Hülse Feuchtigkeit und schafft so ein hilfreiches Mikroklima, das ein zügiges Anwachsen fördert."

Wirkung entfaltet sich erst in einigen Jahren

Die Nachhaltigkeit bedeutet bei diesem Baumpflanz-Projekt des Seniorenrates allerdings auch, dass einige Jahre vergehen werden, bevor es Wirkung entfaltet. "So zehn, 15 Jahre wird es jetzt dauern, bevor die Bienen etwas davon haben", macht Martinek deutlich und erzählt weiter: "Die 200 Baumpflanzen auf dieser Fläche entsprechen in der Forstwirtschaft einer üblichen Pflanzrate von circa 27 000 Setzlingen pro Hektar. In 70 Jahren werden von den 200 etwa fünf, vielleicht sieben stattliche Kirschbäume übrig bleiben." Die sind dann nach den Jahrzehnten auch als Holzlieferanten interessant. Also ein Projekt, von dem noch die Enkel der heutigen Senioren etwas haben, wie Hempel anmerkt.

Der Seniorenrat und der Forstrevierleiter haben schon eine weitere Fläche gleich gegenüber im Blick, um das Projekt fortzusetzen. Dort sollen im Herbst oder im nächsten Frühjahr kleine Linden gepflanzt werden, auch gespendet vom Seniorenrat. "Linden sind ebenfalls sehr wichtig für die Bienen", wie Martinek seinen Exkurs in die natürlichen Zusammenhänge fortführt. Linden blühen im Sommer, wenn es im Wald sonst keine Nektarquellen fürs Bienenvolk gibt. Und in diesem Sommer ist von Hempel eine Wanderung der Senioren zusammen mit Förster Martinek zu der neuen Kirschenpflanzung angedacht.

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