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Althengstett Senioren-Tennis: Der kleine gelbe Ball hält fit

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Im gesetzten Alter noch scharfe Aufschläge, raffinierte Returns oder waghalsige Volleys spielen? Dass das geht, stellten die Teilnehmer des fünften Seniorencups unter Beweis. Und auch der Ehrgeiz lässt mit den Jahren offensichtlich kein bisschen nach.

Althengstett. "Ab 65 Jahren darf man bei uns teilnehmen", erzählte Ernst Hempel vom Seniorenrat Althengstett. Gemeinsam mit Helmut Kelm von der Tennis-Abteilung des SV Althengstett organisierte er den fünften Seniorencup. Gespielt wurde im Doppel auf zwei Gewinnsätzen mit einer möglichen Entscheidung im Tiebreak. In zwei Gruppen je vier Teams wurden die Finalteilnehmer ermittelt.

Nicht alle können wieder mit dabei sein

Es seien eingespielte Teams dabei, erklärte Hempel. Aber auch neue Doppelpartner hätten sich gefunden. Nicht alle Teilnehmer des vergangenen Turniers hätten auch dieses Jahr wieder mit dabei sein können. Das Alter bringe es eben mit sich, dass manche Spieler aus körperlichen Gründen nicht mehr mitmischen könnten, führt er aus.

Dies galt jedoch nicht für Gerhard Brodbeck. "Er ist mit 82 unser ältester Teilnehmer", so Hempel. "Aber alle hier sind körperlich sehr fit", fügte er hinzu. Denn die Spieler seien auch sonst in Tennisvereinen aktiv. Im Teilnehmerfeld waren Spieler aus Simmozheim, Ostelsheim, Calw sowie Alt- und Neuhengstett. Der Altersschnitt liege bei 75, erklärte Kelm.

Rund ein Viertel der Bevölkerung sei älter als 65 Jahre, so Hempel. Auch diesen Menschen müsse man etwas bieten. So sei ihm und dem Seniorenrat die Idee mit dem Tennisturnier gekommen. Es soll auch im nächsten Jahr wieder eine Auflage geben. Interessierte und neue Mitspieler seien immer willkommen, betont er.

Als Favoriten des Turniers sah Hempel Wolfgang Gräf und Eugen Großmann aus Calw. Denn beide spielten in der Württembergliga und hätten zudem die letzte Auflage gewonnen. Das sportliche Niveau beim Turnier sei gut, befand Kelm, der seit 30 Jahren selbst Tennis spielt.

Tennis sei wie eine Art ­Therapie, führte Kelm weiter aus. Es sei keine Kontaktsportart, das Verletzungsrisiko also geringer. Trotzdem müsse man sich viel bewegen. Und auch mit dem Kopf müsse man stets bei der Sache sein. Dieser Sport halte also rund um fit.

"Eigentlich steht der Spaß im Vordergrund. Aber wenn man mal auf dem Feld steht, kommt der Ehrgeiz durch", meinte ein Teilnehmer. Man bleibe alleine dadurch fit, dass man immer "diesen verdammten kleinen gelben Ball erwischen will."

Frauen gab es im Teilnehmerfeld keine. Man hab mal ein Turnier für Frauen geplant, so Hempel. Dafür sei die Resonanz aber zu gering gewesen. Ein Mixed-Turnier sei aber durchaus einmal eine Überlegung wert.

Sonne beeinträchtigt die Sicht erheblich

Bei bestem Wetter duellierten sich also die Männerteams am Samstag. Einzig die pralle Sonne beeinträchtige die Sicht, wie Kelm analysierte. Das begünstigte vielleicht das ein oder andere Ass, behinderte jedoch nicht viele sehenswerte Ballwechsel.

Die Favoriten und Titelverteidiger Gräf und Großmann konnten dieses Jahr nicht bis ins Finale vordringen. Dort spielten dann Gerhard Brodbeck und Günter Horn gegen Gerhard Kolb und Heinz Hagedorn. Letztlich gewannen Kolb und Hagedorn dieses Aufeinandertreffen. Die Sieger erhielten einen Gutschein des Althengstetter Gewerbe- und Handelsvereins für je 50 Euro. Für die Zweitplatzierten gab es ebenfalls Gutscheine, allerdings im Wert von je 25 Euro. Der älteste Spieler Gerhard Brodbeck bekam zudem eine Flasche Sekt als Anerkennung seiner Leistung.

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