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Althengstett Schülerin erlebt vier schöne Wochen

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Freuen sich über den gelungenen Aufenthalt in Althengstett: Vater Heiko Knepper (von links) mit Tochter Anna, Shantal Garcia und Mutter Nadine. Foto: Bausch Foto: Schwarzwälder Bote

Es begann alles damit, dass Anna Knepper eines Tages von der Möglichkeit eines Schüleraustausches mit Ecuador hörte. Die 16-jährige Schülerin lernt Spanisch am Maria von Linden-Gymnasium.

Althengstett. Sie meldete sich gerne bei der Spanischlehrerin, ihre Eltern zogen mit und dann ging alles sehr schnell. "Shantal und ich schickten uns Steckbriefe und lernten uns so schon ein wenig kennen", schmunzelt die junge Althengstetterin.

So erfuhr sie schnell, dass die Schülerin Shantal Garcia in Guayaquil, der größten Küstenstadt in Ecuador, lebt und ebenfalls 16 Jahre alt ist. Sie besucht in ihrer südamerikanischen Heimat die Deutsche Humboldtschule und lernt dort die deutsche Sprache. "Ich bin zum ersten Mal in Europa, erzählt die aufgeweckte Südamerikanerin." Mitte Februar machte sie sich auf die große Reise nach Althengstett. Jüngst war der letzte Tag ihres vierwöchigen Aufenthalts in einem Althengstetter Kindergarten, wo sie ein Betriebspraktikum absolvierte.

"Ich möchte später gerne etwas Pädagogisches machen oder als Wirtschaftsprüferin arbeiten", verrät Shantal. In Deutschland und insbesondere bei ihrer Gastfamilie habe sie sich wunderbar und "wie in meiner eigenen Familie gefühlt". Die Gastgeber hätten sich einfach toll um sie gekümmert. Der Sohn des Hauses habe sogar eigens sein Zimmer geräumt, damit Shantal für einen Monat einziehen konnte. Außerdem wurde im Hause Knepper die Heizung höhergestellt, weil der Gast aus der Nähe des Äquator anfangs oft fror.

Deutlich kälter

"In Deutschland ist es deutlich kälter als bei uns", erzählt Shantal. Aber gute, warme Kleidung und menschliche Wärme hätten vieles wettge- macht. Auch die deutsche Küche hat es ihr angetan.

Die Spaghetti Bolognese von Mutter Nadine Knepper haben ihr besonders gut geschmeckt. Aber auch die handgeschabten, schwäbischen Spätzle sowie der gemischte Braten der gastfreundlichen Simmozheimer Großeltern schmeckten ihr hervorragend. Auch über ihr Praktikum im Kindergarten Nordstraße weiß Shantal nur Gutes zu erzählen. Sie ist auch ein wenig stolz auf die her- vorragende Beurteilung, die sie von der freundlichen Kita-Leiterin bekommen hat. "Ich habe mit den Kindern viel gespielt und gesungen", erzählt sie freudig lächelnd. In Ecuador hätten die Erzieherinnen viel mehr Kinder in einer Gruppe als in Deutschland, sagt sie.

Ihre Heimatstadt liegt an der Pazifikküste Südamerikas und hat einen großen Hafen. "Weil wir in einer Küstenstadt wohnen, essen wir viel Garnelen, Krebse und Muscheln", meint Shantal. Auch der gesunde, Vitamin-C-haltige Orangensaft sei in ihrer Heimat ein wichtiges Grundnahrungsmittel.

Dann muss die fröhliche Südamerikanerin schon ans Packen und den Rückflug denken. In den Morgenstunden wird Vater Heiko Knepper den ungewöhnlichen Familiengast zum Flughafen fahren. Über Amsterdam geht es dann weiter nach Ecuador. Dort erwartet das junge Mädchen wegen der aktuellen Corona-Pandemie eine lange, häusliche Quarantäne. Ein späterer Gegenbesuch von Anna ist bereits angedacht.

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 1308-91

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