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Althengstett Schlossbergkellerei plant neue Gastro-Hütte

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Die Sektkellerei Schnaufer soll im nordöstlichen Bereich des Firmengeländes um eine Gastro-Hütte erweitert werden. Foto: Fritsch

Althengstett - Ein bisschen mehr Zeit, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, hätten sich die Althengstetter Gemeinderäte gewünscht – aber letztlich gaben sie ihre Zustimmung zum Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans "Gewerbegebiet I". Dort geplant: eine neue Gastro-Hütte.

Aber nicht irgendeine Gastro-Hütte. Das Grundstück, um das es im genannten Bebauungsplan geht, gehört der Schlossbergkellerei GmbH. Und die möchte auf ihrem (Außen-)Gelände in der Nordost-Ecke ein weiteres, L-förmiges Gebäude errichten – für Sonntags-Brunchs, Kaffee-Nachmittage, Frühlings- und Weinfeste, aber auch kulturelle Veranstaltungen wie kleine Konzerte, kleine Theatervorführungen, Lesungen, Vernissagen oder Seminare für Firmen. Auch ein Weihnachtsbaum-Verkauf "mit Event-Charakter" soll später rund um die neue Gastro-Hütte stattfinden können.

Grund der ungewöhnlichen Zeitnot und warum das Thema "so relativ eng gestrickt" in den Gemeinderat zum Entscheid eingebracht wurde – wie Wolfgang Fink für das zuständige Bauamt erläuterte: Auch die Althengstetter Verwaltung befürwortet das Vorhaben ausdrücklich, und sieht zudem eine Möglichkeit, das Projekt für eine Förderung durch die Leader-Aktionsgruppe Heckengäu einzureichen. Angesichts deren zeitlicher Vorgaben sah man daher seitens der Kommune von einer sonst üblichen Vorberatung des Projekts im Technischen Ausschuss ab – und legte es direkt dem Gemeinderat zum Entscheid vor. Denn Leader Heckengäu benötigt bereits bis zum 23. Juni einen positiven Entscheid der Gemeinde, um die Gastro-Hütte der Schlossbergkellerei in die diesjährigen Antragsprüfungen aufzunehmen. Laut Gemeindeverwaltung Althengstett bestehen "gute Chancen", das Projekt als Leader-Maßnahme gefördert zu bekommen.

Starker Bezug zur Region

Auch das Landratsamt sehe in diesem Projekt eine Bereicherung für Althengstett und die Region, so Fink in seinen Erläuterungen. Insgesamt solle die Hütte "einen starken Bezug zur Region" erhalten und "ein Begegnungsort für alle Gesellschafts- und Altersgruppen werden". Das Grundstück sei darüber hinaus verkehrstechnisch gut erschlossen und erreichbar, eigne sich zudem besonders auch für eine barrierefreie Bauweise. Darüber hinaus liege das künftige Event-Gelände "genau an der Grenze zur Natur" und sei seit Jahrzehnten "ein Treffpunkt für Erholungssuchende".

Die Gastro-Hütte soll an besonderen Tagen als normale Gaststätte geöffnet sein. Das Betreiberkonzept sehe Öffnungszeiten jeweils von Montag bis Donnerstag von 10 bis 21 Uhr, freitags und samstags von 16 bis 24 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr vor.

Auf Nachfrage der Gemeinderäte erläuterte der in der Sitzung als Zuschauer anwesende Patrick Schnaufer als Geschäftsführer der Schlossbergkellerei, dass die geplante Gastro-Hütte keine Konkurrenz zur bereits bestehenden Gaststätte "Trollinger" auf dem Firmengelände sei, sondern diese um weitere Angebote ergänzen soll. Betreiber der Gastro-Hütte würde – wie im "Trollinger" – die Gastronomen-Familie Weirowski sein. Die Weirowskis betreiben neben dem "Trollinger" in Althengstett bereits in Nagold den Hotel-Restaurantbetrieb "Pfrondorfer Mühle" sowie im Nagolder Ortsteil Emmingen (aus dem die Familie stammt) die Kleinkunst-Eventlocation "D’r Schera schleifer".

Der Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans "Gewerbegebiet I", um auf dem Schlossbergkellerei-Gelände die neue Gastro-Hütte zu errichten, ist nötig, da der Bebauungsplan in seiner aktuellen Form nur ein eingeschränktes Baufenster für das betroffene Flurstück erlaubt. Derzeit besteht lediglich im südlichen und westlichen Bereich des Grundstücks eine künftige Baumöglichkeit.

Gebäude wird 30 auf 25 Meter groß

Da aber jetzt im nordöstlichen Bereich des Grundstücks ein Gebäude mit den Maßen 30 auf 25 Meter errichtet werden soll, sei eine Änderung des bestehenden Planungsrechts notwendig, so die Gemeindeverwaltung. Im Zuge des nun mit dem getroffenen Gemeinderatsbeschluss gestarteten Bebauungsplanverfahrens solle die überbaubare Grundstücksfläche so neu festgesetzt werden, dass das bestehende "Maß der Bebauung" (Zitat Fink) aus dem bestehenden Bebauungsplan auf die neue Planung übertragen werden kann.

Bei den Althengstetter Gemeinderäten traf die Idee der neuen Gastro-Hütte als künftiges Freizeit-Angebot für Einheimische und Gäste auf überwiegend positive Resonanz. Allein ein Überschneiden des Angebots zum bestehenden Sportheim ließ auch kritische Stimmen laut werden – die aber letztlich keinen Einfluss auf den später einstimmigen Beschluss des Gremiums hatten.

Lothar Kante (SPD) mahnte an, dass man im späteren Verlauf des Verfahren noch "einige weitere wichtige Fragen" zur geplanten Maßnahme detailliert klären wolle – wie etwa die angedachten Ausgleichsmaßnahmen für den Neubau.

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